Markus Horntrich
Der Internetbezahldiensteanbieter Wirecard will in Asien weiter expandieren. Mit einem Zukauf in Singapur hat der TecDAX-Wert Händler und Banken im ostasiatischen Raum im Visiert. Das lässt sich Wirecard bis zu 46 Millionen Euro zuzüglich Schuldenübernahme kosten.
Die in Aschheim bei München ansässige Wirecard AG expandiert in Singapur. Über eine 100-prozentige Tochter kaufen die Münchener sämtliche Anteile an der in Singapur ansässigen Systems@Work.
Ostasien im Visier
Systems@Work ist unter ihrer Marke TeleMoney einer der führenden technischen Zahlungsverkehrsdienstleister für Händler und Banken im ostasiatischen Raum. Sie hat eine Tochtergesellschaft in Kuala Lumpur (Malaysia). Durch die Übernahme stärkt die Wirecard-Gruppe ihre Position in der Region.
Kaufpreis maximal 46 Millionen Euro
Gezahlt wird teilwiese in bar und in Abhängigkeit von der entwicklung des operativen Gewinns. Die Barkompionente beträgt umgerechnet rund 34,0 Millionen Euro, die Earn-Out-Komponenten in den Jahren 2012 und 2013 können insgesamt bis zu umgerechnet 12,8 Millionen Euro betragen. Zudem werden Verbindlichkeiten in Höhe von 12,0 Millionen Euro übernommen. Die Anteilsübertragung soll noch vor dem 1. Januar 2012 vollzogen werden.
Positiver Gewinnbeitrag
Für 2012 wird infolge dieser Akquisition ein Beitrag zum operativen Gewinn vor Zinsen und Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von mindestens 4,5 Millionen Euro erwartet. An einmaligen Integrationskosten veranschlagt das Management für 2012 voraussichtlich 1,0 Million Euro.

Aktie stabil
Angesichts des rauen Marktes hält sich die Aktie von Wirecard ausgesprochen stabil. Der Wert notiert nur knapp unter seinen Hochs. Ein neues Kaufsignal wird bei Kursen oberhalb von 13 Euro generiert. Auf der Unterseite sollte man die Unterstützungszone bei 10,00 bis 10,30 Euro im Blick halten.