Norbert Sesselmann
Wirecard hat gestern das Ergebnis für das dritte Quartal 2011 veröffentlicht. Analysten zeigten sich sehr zufrieden mit dem vorgelegten Zahlenwerk des TecDAX-Unternehmens und sehen Aufwärtspotenzial für die Aktie.
Der Payment-Service-Anbieter Wirecard konnte in den ersten neun Monaten Umsatz und Gewinn deutlich steigern. Die Erlöse stiegen um 19,5 Prozent auf 232,6 Millionen Euro. Das EBITDA nach neune Monaten betrug 58,7 Millionen Euro, nach 52,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Darin enthalten sind einmalige Sonderaufwendungen in Höhe von 5,2 Mio. Euro, die im ersten Halbjahr 2011 anfielen. Ohne diese Aufwendungen hätte sich das EBITDA innerhalb der ersten neun Monate 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 21,3 Prozent auf 63,9 Mio. Euro erhöht. Die Sonderaufwendungen sind im ersten Halbjahr 2011 für den Umzug der Firmenzentrale und die beschleunigte Expansion in Asien entstanden und abschließend berücksichtigt
„Buy" - 20 Prozent Kurspotenzial
Analysten zeigten sich mit den vorgelegten Zahlen zufrieden. Die Commerzbank bestätigte ihre Kaufempfehlung und sieht das Kursziel nach wie vor bei 13,50 Euro. Mit den vorgelegten Zahlen sei Wirecard auf einem guten Weg, die Jahresprognose zu erfüllen, so die Experten. Wirecard werde ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen zwischen 81 und 89 Millionen Euro abliefern. Die Commerzbank-Experten erwarten für 2011 einen Gewinn je Aktie von 0,60 Euro, 2012 prognostizieren sie 0,68 Euro Gewinn je Aktie. Das 2012er-KGV liegt in diesem Fall bei 17. Aufgrund der hohen Wachstumsraten wäre die Aktie nicht zu teuer.

Kaufsignal abwarten
Anleger sollten sich mit dem Kauf der Aktie noch ein wenig Zeit lassen. Erst ein signifikanter Ausbruch über den Widerstandsbereich von 12,20 Euro auf Tagesschlusskurs würde den Weg für höhere Notierungen frei machen. Kursteigerungen bis in den Bereich des Commerzbank-Kursziels bei 13,50 Euro und darüber hinaus sind anschließend möglich.