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Wirecard: Fundamentaldaten gut - charttechnisch wird es eng

Norbert Sesselmann

Der TecDAX-Konzern Wirecard hat in den letzten Monaten mit guten fundamentalen Daten auf sich aufmerksam gemacht. Aus technischer Sicht wird die Luft aber dünner. DER AKTIONÄR zeigt, auf welche Marken Anleger achten müssen.

Wirecard ist weltweit im Wachstumsmarkt der elektronischen Zahlungsabwicklung tätig. Am 23.02. gab das Unternehmen bekannt, mit Metro Cash & Carry einen Kooperationsvertrag für eine gemeinsame Vertriebskampagne unterzeichnet zu haben. Ziel ist es, die Profikundschaft vom Handelskonzern im Tagesgeschäft optimal zu unterstützen. Das Betriebsergebnis sowie der Umsatz konnte im vierten Quartal um jeweils rund 16 Prozent gesteigert werden. Die Erwartungen der Analysten wurden hierbei übertroffen.

Spannende Story

Das Unternehmen hat sich 2004/2005 neu formiert. Hervorgegangen ist Wirecard AG aus InfoGenie AG, die 2002/03 fast Schiffbruch erlitten hätte. Die Gesellschaft wurde restrukturiert, das Management ausgewechselt und das Geschäft "elektronischer Zahlungsverkehr" gezielt ausgebaut. Die Aktie dümpelte bis zum Jahr 2005 um die 2-Euro-Marke. Anschließend ging es, unterstützt von guten fundamentalen Daten, stark aufwärts. Ende 2006 Stand die Aktie bei sechs Euro und Ende 2007 bei zehn Euro. Es schien gerade richtig rund zu laufen, da fand die Story ein jähes Ende. Im Sommer 2008 wurden Wirecard von Seiten der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger Unregelmäßigkeiten in der Bilanzierung vorgeworfen. Der Kurs verlor innerhalb von zwei Monaten 75 Prozent an Wert. Im Laufe des Jahres 2009 gelang der Aktie aber das Comeback. Der Kurs legte um etwa 150 Prozent auf zehn Euro zu.

Charttechnisch "auf Messers Schneide"

DER AKTIONÄR bleibt grundsätzlich bei seiner positiven Einschätzung zur Aktie. Nach dem eindrucksvollen Comeback im vergangen Jahr kam die Aktie in den letzten Monaten deutlich unter Druck. Bei der aktuellen Konsolidierung muss nun etwas genauer hingeschaut werden. Steigt die Aktie per Tagesschlusskurs über 9,30 Euro an, besteht die Möglichkeit auf eine Rallye in Richtung 10,25 Euro. Fällt der Kurs jedoch nachhaltig unter 8,50 Euro ist mit weitern Abgaben zu rechnen. Anleger die noch dabei sind, sollten ihren Stopp unbedingt bei 8,30 Euro setzen.

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