Wilex: US-Tochter schließt Vermarkungsdeal mit ALPCO
Der positive Newsflow beim Münchener Biotech-Unternehmen reißt nicht ab. So konnte Wilex’ US-Tochter Wilex Inc. einen Vermarktungspartner für seinen Krebstest präsentieren. Weitere News im vierten Quartal sollten folgen.
Nachdem es eine ganze Zeit lang ruhig gewesen war um das Münchener Biotech-Unternehmen Wilex, häuften sich die positiven Meldungen in den vergangenen Wochen endlich wieder. Nach dem Start einer Phase-I-Studie mit dem MEK-Inhibitor WX-554 im September erhielt Wilex in der vergangenen Woche den Fast-Track-Status für die Krebstherapie Rencarex. Ein großer Erfolg, ermöglicht dieser Wilex doch ein deutlich beschleunigtes Zulassungsverfahren. Zudem triggerte er eine Meilensteinzahlung von 2,5 Millionen Dollar.
Kooperation mit ALPCO Diagnostics
Heute meldeten die Münchener, dass ihre US-Tochter Wilex Inc. mit dem Diagnostikspezialisten ALPCO Diagnostics eine Vermarktungsvereinbarung für den Test mit dem schwierigen Namen HER-2/neu ELISA abschließen konnte. Der Test misst den HER-2/neu-Gehalt bei Patientinnen, die an metastasiertem Brustkrebs erkrankt sind. Im Zuge der Vereinbarung darf Wilex Inc. das durch die Übernahme von Oncogene Sciences erworbene Produkt weiterhin in Nordamerika vertreiben. Finanzielle Details wurden jedoch nicht veröffentlicht.
Welche Auswirkungen der Deal langfristig auf das Zahlenwerk haben wird, wird sich erst in den kommenden Quartalen zeigen. Er signalisiert aber, dass es bei der neu gegründeten US-Tochter voran geht.
Noch einige Meilensteine in 2011
Vorangehen soll es auch bei der Zulassung des Krebsdiagnostikums Redectane. Hier erwartet sich Wilex Forschritte bei den Gesprächen mit der FDA. Bis Jahresende sollten das Unternehmen wie auch die Anleger mehr Klarheit haben, wie lange der Zulassungsprozess noch in Anspruch nehmen wird. Auch was die Datenauswertung einer Zwischenanalyse bei der Phase-III-Studie mit Rencarex betrifft, bestätigte die Unternehmenssprecherin Katja Arnold im Gespräch mit dem AKTIONÄR den Zeitplan, dass diese bis Ende des Jahres vorliegen soll.

Aktie bleibt interessant
Seit Mai bewegt sich die Wilex-Aktie in einem intakten Abwärtstrend. Fallen die noch ausstehenden Meilensteine positiv aus, könnte dieser endlich ein Ende finden. Der Kursbereich zwischen 3 und 3,50 hat sich zumindest in den vergangenen zwei Jahren als tragfähiger Boden erwiesen. Anleger sollten sich den Titel zumindest auf die Watchlist setzen.
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