Wilex: Mehr Umsatz, weniger Verlust
Das Biotech-Unternehmen blickt auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr zurück. Sowohl Umsatz, als auch der Verlust konnten deutlich verbessert werden. Kommen im zweiten Halbjahr gute News aus der klinischen Pipeline hinzu, steht die Aktie vor einer Neubewertung.
Wilex hat erfolgreiche Monate hinter sich. Wie das Münchener Biotech-Unternehmen heute meldet, konnte es seine Finanzkennzahlen im ersten Halbjahr deutlich verbessern. So explodierte der Umsatz förmlich von 1,4 Millionen Euro in der Vorjahresperiode auf 7,2 Millionen Euro 2012. Der Anstieg ist vorrangig auf die Auflösung der Abgrenzungen der Zahlungen aus dem Rencarex-Vertrag mit Prometheus zurückzuführen. Parallel dazu reduzierte Wilex den Verlust um 46 Prozent von 10,6 Millionen Euro auf 5,6 Millionen Euro.
Gute Mesupron-Daten
Aus der Pipeline präsentierte Wilex gute Phase-II-Daten seines Krebsmedikaments Mesupron in der Indikation Brustkrebs. Der Kandidat steht zur Auslizensierung bereit. In den kommenden Monaten will Wilex mit dem medizinischen Beirat und eventuell neuen Partnern über die weitere Entwicklungsstrategie für Mesupron beraten.
Ebenfalls im zweiten Halbjahr stehen wichtige Phase-III-Daten für ein weiteres Krebsmedikament, Rencarex, an. Diese könnten die Basis für einen Zulassungsantrag in der ersten Jahreshälfte 2013 legen. In Kürze wird Wilex auch für sein zweites Phase-III-Produkt, das Diagnostikum Redectane, Gespräche mit der US-Zulassungsbehörde FDA führen. So erhofft sich das Unternehmen aus einer Expertenrunde, die am 25. Juli tagen wird, neue Erkenntnisse, wie das weitere Zulassungsprozedere aussehen könnte.
Ausblick verbessert
Das gute Finanzergebnis hat das Management dazu veranlasst, die Prognose für das laufende Jahr anzuheben. Wilex rechnet nun mit Erträgen zwischen 16 und 18 Millionen Euro (zuvor 14 bis 16 Millionen Euro) und einem operativen Verlust zwischen acht und zwölf Millionen Euro (zuvor 10 bis 14 Millionen Euro). Nach der kürzlich erfolgten Zahlung von Prometheus ist das Unternehmen Stand jetzt bis ins zweite Quartal 2013 finanziert. Der monatliche Barmittelverbrauch liegt zwischen 1,7 und 2 Millionen Euro.

Unverändert kaufenswert
DER AKTIONÄR bleibt bei seinem Fazit für die Wilex-Aktie: Der Kursanstieg in den vergangenen Wochen könnte erst der Anfang sein, sollten sich die Unsicherheiten um die Zulassung bei Redectane legen und vor allen Dingen Rencarex positive Phase-III-Daten liefern. Mit im Idealfall zwei zugelassenen Produkten im Jahr 2014 wäre die Marktkapitalisierung von 100 Millionen Euro deutlich zu gering. Anleger bleiben bei der Aktie folglich dabei. Charttechnisch hat der Titel nach dem Ausbruch über eine mehrmonatige Abwärtstrendlinie Luft bis auf zunächst 4,70 Euro.
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