Wilex: Geldsegen durch Prometheus
Wie vom AKTIONÄR erwartet hat sich das Biotech-Unternehmen für die Bargeld-Option aus dem Vertrag mit dem Lizenzpartner Prometheus entschieden. Damit ist die Finanzierung bis ins kommende Jahr gesichert. Auch in Zukunft dürfen Anleger einiges erwarten.
Wilex hat seine Kasse aufgebessert. Wie das Biotech-Unternehmen am späten Freitagabend mitteilte, hat es 17,5 Millionen Dollar von seinem Partner Prometheus erhalten. Das Geld stammt aus einem im vergangenen Jahr abgeschlossenen Lizenzdeal für das Krebsmedikament Rencarex. Prometheus hatte Wilex bei Vertragsabschluss bereits eine Upfront-Zahlung von 19 Millionen Dollar gewährt plus die Option, sich bis zu 20 Millionen Dollar nach zwölf Monaten oder die Rechte an einem Medikament zu sichern.
Plausibler Schritt
Die Entscheidung für das Geld lag auf der Hand. Zum einen umgeht das Wilex-Management dadurch eine sonst notwendige Kapitalerhöhung zu einem aktuell sehr niedrigen Kurs, zum anderen hätte ein Medikament plus der dazugehörige Vertrieb zusätzliche Kosten verursacht, die sich das Unternehmen Stand jetzt wohl lieber ersparen will. Denn Wilex steht vor wichtigen Meilensteinen. Meilensteine, die eigens entwickelte Produkte betreffen.
So wird beim Krebsdiagnostikum Redectane am 25. Juli ein FDA-Beratergremium eine Empfehlung abgeben. Wilex erhofft sich von der FDA Details, wie genau ein möglicher Zulassungsprozess ablaufen könnte. Läuft alles nach Plan, könnte Redectane ab dem Jahr 2014 erste Umsätze generieren. Ähnliches gilt für Rencarex. Für das Krebsmedikament, das als adjuvante Therapie bei Patienten mit nicht metastasierendem klarzelligen Nierenzellkrebs eingesetzt werden soll, werden zulassungsrelevante Phase-III-Daten Ende des Jahres erwartet. Das Medikament ist vor allen Dingen deswegen interessant, weil es in dieser Indikation noch keine Zulassung gibt. Die Markteintrittsbarriere ist daher gering.
Beide Meilensteine kann Wilex nun ohne Probleme erreichen. Bei einer Burnrate von knapp zwei Millionen Euro pro Monat ist das Unternehmen bis ins Jahr 2013 finanziert.

Aktie gibt Gas
Seit der AKTIONÄR-Empfehlung vor rund einem Monat in der Printausgabe 25/12 hat sich die Wilex-Aktie erfreulich entwickelt. Aktuell beläuft sich das Plus auf über 17 Prozent. Dies könnte jedoch erst der Anfang sein, sollten sich die Unsicherheiten um die Zulassung bei Redectane legen und vor allen Dingen Rencarex positive Phase-III-Daten liefern.
Mit im Idealfall zwei zugelassenen Produkten im Jahr 2014 wäre die Marktkapitalisierung von 100 Millionen Euro deutlich zu gering. Anleger bleiben bei der Aktie folglich dabei. Am 12. Juli wird Wilex seinen Halbjahresbericht präsentieren.
Charttechnisch ist die Aktie über eine mehrmonatige Abwärtstrendlinie ausgebrochen und hat nun Luft bis auf 4,70 Euro.
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