Wie geht es weiter mit BMW, Daimler und Volkswagen?
Die Aktien von BMW, Daimler und VW hatten in den letzten Wochen keinen leichten Stand. Dabei läuft es durchaus rund bei den deutschen Autobauern. Allerdings ist Daimler in China zuletzt ins Hintertreffen geraten.
Die VW-Vorzugsaktie ist jüngst unter den Stoppkurs des AKTIONÄR gefallen. Auch die Kurse von BMW und Daimler standen in den letzten Wochen massiv unter Druck. Dabei produzieren die deutschen Autobauer trotz aller Bedenken, was die Dynamik und die Entwicklung in China angeht, auf Hochtouren.
So haben alle drei Konzerne im Mai in den USA deutlich mehr Fahrzeuge abgesetzt. Allen voran stach VW mit einem Absatzplus von 28 Prozent hervor. Trotz der positiven Zahlen gab es auch kritische Stimmen. So sprachen Händler und Analyst Frank Biller von der LBBW von einer nachlassenden Dynamik.
China im Blick
Wie Daimler am Dienstag meldete, hat Mercedes-Benz im Mai 2012 wie bereits im Vorjahr einen neuen Absatzrekord aufgestellt. So stiegen die Auslieferungen um vier Prozent auf 113.136 Einheiten. Seit Jahresbeginn kletterte der Absatz um gut acht Prozent auf 531.382 Autos der Marke mit dem Stern. Im Gesamtkonzern stiegen die Verkäufe seit Jahresbeginn um acht Prozent auf 577.378 Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz, smart und Maybach. Einen Wehrmutstropfen allerdings gibt es: So kletterten die Verkäufe von Mercedes-Benz Pkw in China im Mai lediglich um 0,8 Prozent auf 16.529 Einheiten. Der Konzern verwies dabei auf die Modellumstellung der B-Klasse, die zurzeit nur sehr eingeschränkt verfügbar ist.
Die deutsche Premium-Konkurrenz konnte da deutlich mehr vorweisen. So kletterten die Verkäufe der VW-Tochter Audi im Mai in China um gut 44 Prozent auf 36.278 Pkw. BMW setzte mit 27.815 Einheiten 31,5 Prozent Autos mehr ab.

Günstig bewertet
Die Aktien der deutschen Autobauer sind im Zuge der Korrektur deutlich abgesackt und inzwischen extrem günstig bewertet. So kommen BMW (Stopp: 48 Euro) und Daimler (Stopp: 32,50 Euro) auf ein 2012er KGV von jeweils 7. Die VW-Vorzugsaktie ist zuletzt unter den Stoppkurs des AKTIONÄR gefallen. Der Titel bleibt auf der Watchlist. Sobald sich das Marktumfeld beruhigt, können Anleger hier wieder zugreifen.
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