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Wettbieten um K+S-Konkurrent Potash

Carolin Kessler

Potash sucht händeringend nach einen weißen Ritter. Der weltgrößte Düngermittelhersteller will nicht von BHP Billiton geschluckt werden. Jetzt steigt Bergbaurivale Rio Tinto ein. Könnte er BHP verdrängen?

Der australische Bergbaukonzern Rio Tinto erwägt in den Milliarden-Übernahmepoker um den weltweit größten Düngermittelhersteller Potash einzusteigen. Laut der kanadischen Zeitung  "Globe & Mail" denke Rio Tinto darüber nach gemeinsam mit einem chinesischen Partner ein Gebot für den Düngemittelkonzern abzugeben. Der Konzern wollte sich zu den Berichten noch nicht äußern.

Ungewisse Zukunft

Derzeit bemüht sich Potash eine Übernahme durch den britisch-australischen Bergbaukonzern BHP Billiton für 39 Milliarden Dollar abzuwenden. Zunächst waren in Medienberichten das brasilianische Bergbauunternehmen Vale und der chinesische Fonds Hopu Investment Management als Gesellschaften genannt worden, die sich  für den K+S Rivalen als Helfer herausstellen könnten. Doch wie das Management von Vale mitteilte, wolle man kein Angebot für Potash vorlegen.

Das Geschäftsmodell der Nummer 1 in der Düngermittelherstellung wirkt generell attraktiv für Investoren. Vor allem das von der Firma geförderte Kali wird vorwiegend zur Herstellung von Düngemitteln verwendet. Die Konzerne der Branche, darunter auch K+S setzen nach einem Rückgang in der Nachfrage während der Wirtschaftskrise auf eine mittelfristig steile Preisentwicklung für diesen Rohstoff, da vor allem landwirtschaftlich genutzte Böden ertragreicher werden müssten, um den weltweit steigenden Bedarf an Nahrungsmitteln zu decken.

K+S auf gutem Weg

DER AKTIONÄR bleibt weiter bei seiner Einschätzung, dass die Übernahmefantasien auch in den nächsten Wochen weiter für mächtige Bewegung in der Branche sorgen werden. Dass hiervon auch die Titel von K+S profitieren können, zeigt die aktuelle Kursreaktion. Kann das Unternehmen aus Kassel zudem weiter mit positiven Meldungen überzeugen, stehen die Chancen gut, dass sich die Aktie wieder nachhaltig über der Marke von 44 Euro stabilisiert. Eine Rückkehr in den langfristigen Aufwärtstrend wäre dann nur eine Frage der Zeit.

Mehr zu den charttechnischen Aussichten für die Aktie von K+S erfahren Sie im Deutschen Anleger Fernsehen.

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