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Wettbewerb der Geschäftsmodelle - Wettbewerb um Investoren

Thomas Godt

Wenn Closes Brother Seydler zur Small- und Mid-Cap-Conference in Frankfurt laden, dann kann man sicher sein: Die Kleinen kommen. Und mit den Kleinen kommen auch die Investoren. Institutionelle und vermögende Privatinvestoren. Einige befassen sich ausschließlich mit den Börsenzwergen, andere sehen angesichts der dramatisch gesunkenen Aktienkurse wieder attraktive Chancen. Ende der letzten Woche war es wieder soweit.

Wenn Closes Brother Seydler zur Small- und Mid-Cap-Conference in Frankfurt laden, dann kann man sicher sein: Die Kleinen kommen. Und mit den Kleinen kommen auch die Investoren. Institutionelle und vermögende Privatinvestoren. Einige befassen sich ausschließlich mit den Börsenzwergen, andere sehen angesichts der dramatisch gesunkenen Aktienkurse wieder attraktive Chancen. Ende der letzten Woche war es wieder soweit.

Die traditionelle Konferenz der Close Brothers Seydler Bank in Frankfurt war auch in diesem Jahr wieder gut besucht. Neben 45 Unternehmen, die sich und ihre Ideen präsentierten, waren an beiden Tagen jeweils 200 professionelle Besucher vor Ort. Sie alle nutzten die Gelegenheit sich in relativ kurzer Zeit ein Bild von möglichst vielen Unternehmen zu machen. Von Resignation war nichts zu spüren, vielmehr gab es viele hoffnungsfrohe Gesichter. Denn die Wirtschaftskrise ist zwar in Deutschland angekommen, dennoch setzen viele Unternehmen darauf, wenn schon nicht zu profitieren, dann wenigstens nicht einzubrechen.

Die traditionelle Konferenz der Close Brothers Seydler Bank in Frankfurt war auch in diesem Jahr wieder gut besucht. Neben 45 Unternehmen, die sich und ihre Ideen präsentierten, waren an beiden Tagen jeweils 200 professionelle Besucher vor Ort. Sie alle nutzten die Gelegenheit sich in relativ kurzer Zeit ein Bild von möglichst vielen Unternehmen zu machen. Von Resignation war nichts zu spüren, vielmehr gab es viele hoffnungsfrohe Gesichter. Denn die Wirtschaftskrise ist zwar in Deutschland angekommen, dennoch setzen viele Unternehmen darauf, wenn schon nicht zu profitieren, dann wenigstens nicht einzubrechen.

Vorsichtig optimistisch

Zu vorsichtigem Optimismus hatte schon René Parmantier in seiner Eröffnungsansprache aufgerufen. „Wir machen Mittelstand immer, auch wenn er mal nicht in Mode ist“. Damit bezog er sich auf die teilweise wirklich erschreckend niedrige Börsenbewertung etlicher, eigentlich aller Unternehmen aus dem Kleinwertebereich. Doch er zeigte sich zuversichtlich, dass nach dem Abverkauf im Nebenwertesegment seit dem Jahr 2007 den „Kleinen“ schon bald wieder neue Chancen winken können.

 

Hausaufgaben machen

Einige der 45 Unternehmen sind noch im schwierigen Fahrwasser, haben zum großen Teil ihre Hausaufgaben bereits gemacht. Als Streber bei der Hausarbeit zeigt sich dabei die Analytik Jena. Mit dem Abschied vom Projektgeschäft konzentriert man sich jetzt auf drei Technologien, die das versprechen, was Anleger erwarten.: Wachsende Erlöse und höhere Erträge.

Mittelfristig soll sogar Dividende gezahlt werden. Nicht morgen, auch nicht übermorgen. Aber für das Geschäftsjahr 2012/13 könnte erstmals eine Dividende ausgeschüttet werden. Darüber wird immerhin bereits diskutiert.

 

Lasertechnik mit LPKF

Recht gut sieht sich auch die LPKF Laser aufgestellt. Das vierte Quartal des abgelaufenen Jahres sei recht ordentlich verlaufen, im laufenden Jahr sei man vorsichtig. Der Solarmarkt, der recht neu im Portfolio der LPKF ist, werde weniger „dynamisch“ wachsen, sagte Kai Bentz bei der Präsentation, dennoch sei man sehr zufrieden mit der Entwicklung. Ein Maßnahmepaket für das schwierige Umfeld sei längst geschnürt. So würden Vorräte zügig abgebaut, geplante Investitionen überprüft und Einstellungsstopps an Standorten verhängt, die besonders anfällige Märkte bearbeiteten. Dazu gehören China und in Deutschland der Standort Garbsen. Daneben werde der Vertrieb auf Effizienz getrimmt. Volle Konzentration auf Hauptkunden und Hauptmärkte.

 

Den Wandel forcieren

Die Cewe Color hat den Wandel von der analogen Fotowelt hin zur digitalen gut gemeistert. Der Wegfall des traditionellen Fotofinisher Geschäfts konnte kompensiert werden. Derzeit wachsen die Niedersachens vor allem durch die profitableren Cewe Photo Books. Im Geschäftsjahr 2008 wurden bereits 2,6 Millionen dieser Fotobücher von den Kunden erstellt. Daneben erfreut sich auch der Bereich der Foto-Geschenkartikel eines enormen Schubes. Hier notierte man ein Volumenzuwachs von 74 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Cewe Color sieht sich als Nummer 1 auf dem Markt. Das liegt auch daran, dass das Unternehmen auf ein dichtes Netz an Partnern wie Schlecker zurückgreifen kann. Immerhin werden immer noch viele Fotos – auch wenn sie im Internet geordert werden – in Geschäften abgeholt. Hier hat Cewe einen Vertriebsvorteil gegenüber den Wettbewerbern. Die Bilanz mit einer Eigenkapitalquote von mehr als 44 Prozent ist vorzeigbar. Die Guidance für

2008 wird erreicht, sonst hätte man sich gemeldet. Mit der neu erworbenen Tochter diron soll künftig Geschäftsbereich Druck ausgebaut werden. Der Breakeven soll dort im kommenden Jahr erreicht werden, Ab dem Jahr 2012 soll die EBIT-Marge bei zehn Prozent liegen und die Erlöse bei mehr als 20 Millionen Euro pro Jahr.

 

Selbstbewusstsein ist alles

Mit der CR Capital Real Estate stellte sich auch ein junges Unternehmen vor. Mehr als eine Eröffnungsbilanz gibt es nicht. Derzeit wird das Unternehmen mit etwa 30 Millionen Euro bewertet, bei einem Eigenkapital von 15 Millionen. Im Bestand der Berliner Immobiliengesellschaft sind fünf Objekte. Künftig will man als Reit unterwegs sein. Alle Voraussetzungen seien erfüllt, bis auf eine: Es gibt immer noch einen Großaktionär, der mehr als zehn Prozent hält. Dabei hat das Unternehmen wohl übersehen, dass es derzeit nur im Open Market gelistet ist. Denn eine weitere Voraussetzung ist, dass ein Reit in einem reguliertem Markt zugelassen sein muss. Bis 2010 hat man dazu Zeit. Etwas merkwürdig mutet allerdings an, dass eine relativ hohe Ausschüttung versprochen wird. Für künftige Jahre, gehört sich das ja schon fast, aber auch für 2008 sollen 0,2 Euro je Aktie ausgezahlt werden. Das sorgte dann für eine Dividendenrendite von rund zehn Prozent. Das Unternehmen müsste dazu drei Millionen Euro aktivieren. Es ist nicht ganz nachvollziehbar, wo die herkommen sollen. In der Kasse sind derzeit rund eine Million Euro, aber es stehen auch noch Erlöse aus dem Verkauf eines Objektes in Leipzig aus. Aber wer weiß, vielleicht hat CR Capital Real Estate ja für den schwierigen Berliner Immobilienmarkt den Stein der Weisen gefunden.

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