Norbert Sesselmann
Buffett hat seinen „Elefantentöter auf der Jagd nach fetter Beute nachgeladen“ und bei IBM abgedrückt. Der Finger ist aber weiter am Abzug. Vor allem in Europa und Japan sieht die Investmentlegende wunderbare Unternehmen, die im Preis deutlich gefallen sind.
Warren Buffett hat mit einem besonderen Deal für Aufsehen gesorgt: Die Börsenlegende steigt bei dem Technologieriesen IBM ein. Grund genug, sich das Unternehmen näher anzusehen. In der aktuellen Ausgabe von DER AKTIONÄR wurde diese Story aufgegriffen, und „Big Blue" genauer unter die Lupe genommen.
Europäische Aktien attraktiv
Für Warren Buffett ist IBM mit Sicherheit nicht der letzte Deal. Gerade europäische Aktien hält die Investmentlegende derzeit für attraktiv. „ Bei meiner Abreise aus Omaha nach Japan habe ich den Auftrag hinterlassen, eine europäische Aktie zu kaufen, die zweifellos heute wie auch wahrscheinlich morgen ein Kauf ist sowie auch in der kommenden Zeit. Ich kann mir ein Dutzend europäische Aktien vorstellen, welche recht attraktiv sind.", so Buffett.
Auch Japan bleibt interessant
Aber nicht nur in Europa wittert das „Orakel aus Omaha" nun lukrative Investmentchancen. Auf der Suche nach günstigen Aktien ist Warren Buffett nach Japan gereist. Welche Unternehmen ihn im Land der aufgehenden Sonne am meisten interessieren, wurde noch nicht bekannt. Zum japanischen Kamerahersteller Olympus, der von einem Fälschungsskandal erschüttert worden war, äußerte sich Buffett bei seinem Besuch positiv: „Wir suchen nach Unternehmen, die irgendeinen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil haben", der Skandal ändere nichts an Buffetts positiver Einschätzung des Unternehmens.

Berkshire ein gutes Investment
Seinen Riecher für gute Geldanlage hat Warren Buffett nach wie vor nicht verloren. Tut sich eine Chance auf, schlägt der Altmeister gnadenlos zu. Die Aktie von Berkshire Hathaway hat sich von den Turbulenzen an den Finanzmärkten nicht entziehen können. Die Aktie notiert nahe Buchwert und ist für konservative Anleger eine klare Halteposition.