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Wacker Chemie: Schlimmer als befürchtet

Thomas Bergmann

Das Schlussquartal von Wacker Chemie lässt sich mit einem Wort beschreiben: Katastrophe. Der Chemiekonzern verbuchte wegen der Nachfrageflaute nach Halbleiterwafern und Polysilizium ein tiefrotes Nachsteuerergebnis. Ein Ausblick fehlt.

DER AKTIONÄR hatte im Vorfeld der Zahlen schon mit schlechten Zahlen gerechnet. Doch die Ergebnisse von Wacker Chemie für das abgelaufene Quartal konnten selbst die reduzierten Analystenschätzungen nicht erreichen (hier geht es zur Pressemitteilung).

Tiefrote Zahlen

Das Schlussquartal von Wacker Chemie ist eine einzige Enttäuschung. Der operative Gewinn (EBITDA) brach gegenüber dem Vorquartal um 65 Prozent auf 110 Millionen Euro ein. Der Umsatz lag 21 Prozent niedriger bei 1,01 Milliarden Euro.

Unter dem Strich dürfte ein dickes Minus herausgekommen sein. Der Vorstand erwartet ein Jahresergebnis von 350 Millionen Euro - nach neun Monaten standen schon 435 Millionen Euro zu Buche. Konzernchef Rudolf Staudigl blieb deshalb auch nichts anderes übrig als zu konstatieren: "Der stärker als von uns erwartete Nachfragerückgang im Halbleiter- und Solargeschäft ist der Grund dafür, dass die Zahlen des vierten Quartals hinter unserer Einschätzung zurückgeblieben sind."

Verhaltener Optimismus

Einen Ausblick bleibt Wacker Chemie ebenfalls schuldig. Allerdings hat sich in den ersten Wochen 2012 die Kundennachfrage nach Halbleiterwafern und Polysilicium wieder an Fahrt gewonnen, so der Chemiekonzern. Dennoch sind im Halbleitergeschäft die Preise weiterhin rückläufig.

Neue Tiefs möglich

Die Zahlen von Wacker Chemie sind schlecht und dürften ihre Wirkung an der Börse nicht verfehlen. Charttechnisch betrachtet droht ein Test der alten Tiefkurse, zumindest aber der Marke von 60 Euro. Die Aktie sollte daher gemieden werden.

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