VW-Aktie: Vollbremsung?
Die VW-Aktie stand in den letzten Tagen gehörig unter Druck. Die schwache Gesamtmarktverfassung sowie die Platzierung einer Wandelanleihe belasteten den Kurs. Wie sollten Anleger jetzt reagieren?
In den letzten Handelstagen stand die VW-Aktie besonders unter Druck. Neben der schwachen Verfassung des Gesamtmarktes sorgte noch die Platzierung einer Wandelanleihe für Abgaben. Die Ausgabe der Wandelanleihe muss dabei nicht unbedingt negativ sein, schließlich nutzt VW-Vorstand Martin Winterkorn das derzeit gute Kapitalmarktumfeld, um die Kassen wieder aufzufüllen.
Hohe Reserven
2,5 Milliarden Euro fließen durch die Wandelanleihe in die Kassen des Autobauers. Diese sollen dazu beitragen, das Wachstum weiter voranzutreiben. Unter anderem soll ein Innovationsprogramm finanziert werden. Zuletzt waren die flüssigen Mittel deutlich gesunken: Ende September meldete VW 9,2 Milliarden Euro. Ende März waren es noch knapp 16 Milliarden Euro. Allein der restliche Porsche-Anteil hat 4,5 Milliarden Euro gekostet.
Analysten bleiben optimistisch
Der Rücksetzer sollte die Aktionäre nicht aus der Ruhe bringen. Das Bankhaus Lampe bleibt bei einem Kursziel von 200 Euro, die Experten der Commerzbank sehen 180 Euro. Etwas aus der Reihe tanzen die Experten von Goldman Sachs. Diese hatten zuletzt das Kursziel für die VW-Aktie auf 289 Euro erhöht. Vom aktuellen Kursniveau aus entspricht das einem Potenzial von 86 Prozent.

Attraktive Bewertung
Kursrückschläge bei der VW-Aktie waren in den letzten Monaten stets gute Einstiegsmöglichkeiten. Das Geschäft läuft weiterhin hervorragend. Auch die Konzerntöchter wie zum Beispiel Audi lieferten zuletzt wieder sehr gute Zahlen ab. Die VW-Aktie bleibt kaufenswert.
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