VW-Aktie: Kräftiger Rebound trotz Absatzkrise
Die VW-Vorzugsaktie hat sich zuletzt wieder deutlich nach oben gearbeitet. Inzwischen sind sogar die alten Höchststände in Sichtweite gekommen. Dabei trifft den Konzern jetzt auch die Absatzkrise in Europa. Wie geht es weiter?
Die Volkswagen-Vorzugsaktie befindet sich seit Tagen wieder im Aufwind. Inzwischen sind sogar wieder die alten Höchststände in Reichweite. Dabei leidet der Konzern unter der Absatzkrise in Europa. Laut Nachrichtenmagazin Der Spiegel soll der Absatz in Westeuropa um rund 150.000 Fahrzeuge geringer ausfallen als vorgesehen. Ein VW-Sprecher bestätigte am Sonntag auf Anfrage, dass eine "geringfügige Anpassung" geplant sei, aber nicht in dem Ausmaß wie spekuliert. Eine konkrete Zahl nannte er nicht.
VW-Chef Martin Winterkorn sagte laut dem Artikel, dass er Kurzarbeit für das nächste Jahr nicht ausschließen könne: "Was 2013 wird, kann ich nicht sagen." Der Manager rechne zwar mit Wachstum in den USA und China. Aber ein großer Teil der dort verkauften Autos wird auch in den Fabriken in Nordamerika und China produziert. Die deutschen Werke würden von der Krise dagegen härter getroffen werden. Eine Ausnahme sei Wolfsburg, wo es Sonderschichten gebe.

Erst am Freitag hatte VW einen Handelsblatt-Bericht zurückgewiesen, wonach der Absatzplan um 300.000 Fahrzeuge gekürzt worden sei. "Die genannten Zahlen entbehren jeder Grundlage", sagte ein VW-Sprecher. Die Anpassung der Absatzzahl habe bei weitem nicht das Ausmaß "wie gegenwärtig spekuliert wird", hieß es.
Bis 2018 will VW mehr als zehn Millionen Fahrzeuge absetzen und zum größten Autohersteller aufsteigen. Im vergangenen Jahr kamen die Wolfsburger konzernweit auf einen Rekordwert bei den globalen Auslieferungen von 8,3 Millionen Autos, in der ersten Jahreshälfte 2012 lagen sie bei 4,45 Millionen.
Aktie bleibt aussichtsreich
Die VW-Aktie ist nach wie vor günstig bewertet, das 2012er KGV lieg bei 5. Investierte Anleger bleiben am Ball. Ein Stopp bei 127,50 Euro sichert ab.
Mit Material von dpa-AFX.
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