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VTG-Aktie: Fundamentale und technische Risiken überwiegen

Dominik Schertel

Der Waggonvermiet- und Schienenlogistikkonzern VTG hatte im ersten Halbjahr mit den eingetrübten Konjunkturaussichten und zahlreichen Einmaleffekten zu kämpfen. Bei einem leichten Umsatzplus ging der Gewinn deutlich zurück. Zudem wird die Konzernführung für das Gesamtjahr pessimistischer.

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VTG hat im ersten Halbjahr 2012 ein leichtes Umsatzwachstum von 1,6 Prozent auf 379,9 Millionen Euro verzeichnet. Das operative Ergebnis gab im Betrachtungszeitraum allerdings um 2,3 Prozent auf 82 Millionen Euro nach. Unter dem Strich musste VTG deutliche Abschläge hinnehmen. Zinsbelastungen aus der Umfinanzierung haben das Konzernergebnis auf 3,9 Millionen Euro gedrückt, nach 12,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Pessimismus nimmt zu

Die eingetrübte Konjunktur gibt der Konzernführung des Schienenlogistikers für die kommenden Monate zu denken. Der Vorstand bestätigt zwar die Prognose für das Gesamtjahr von einem Umsatz zwischen 760 und 800 Millionen Euro und einem operativen Ergebnis zwischen 170 und 178 Millionen Euro. Allerdings sollen der Umsatz nun lediglich die untere Hälfte und das EBITDA die untere Grenze der ausgegebenen Spannen erreichen.

Angeknackst

Der VTG-Aktie ist der Sprung über die 16-Euro-Marke im Februar misslungen. Die Bären übernahmen das Ruder und drückten den Titel in einer steilen Abwärtsbewegung auf ein neues Mehrjahrestief Ende Juli. Die anschließende technische Gegenbewegung führte den Wert zurück über den kurzfristigen Abwärtstrend - allerdings nicht nachhaltig. Die Halbjahreszahlen und die vorsichtige Prognose dürften den Aktionären nur bedingt schmecken und an dem angespannten Chartbild nichts ändern. Da fundamentale und technische Risiken derzeit überwiegen, sollten Neueinsteiger an der Seitenlinie bleiben. 

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