Carolin Kessler
Nach einem zweiten starken Quartal hat der Verkehrstechnik-Konzern Vossloh seine Prognose für das laufende Jahr erneut leicht angehoben. Vor allem das Infrastrukturgeschäft ließ die Umsätze steigen.
Der Bahntechnik-Konzern Vossloh hat seine Prognosen für das laufende Jahr erneut angehoben. Analysten zufolge hätten sich gerade das Infrastrukturgeschäft und der neue Bereich Schienendienstleistungen positiv auf den Umsatz ausgewirkt. Der Erlös kletterte um 25 Prozent auf 387,7 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern stieg um ein Fünftel auf 44,9 Millionen Euro. Unterm Strich entstand ein Gewinnsprung um 14 Prozent auf 27,9 Millionen Euro.
Auf neuen Wegen
Fraglich bleibt derzeit, wie sich das Geschäft im Lokomotivbereich entwickeln wird.
Einhergehend mit dem Einbruch des Frachtverkehrs war auch die Nachfrage nach Dieselloks von Vossloh gesunken. Ende April hatte der Konzern bereits verlauten lassen, dass sich ein Ende der Flaute abzeichne und man fest an den Jahresprognosen festhielt.
Im ersten Quartal beeinflusste vor allem das strenge Winterwetter, wodurch Vossloh die Erlöse nur aufgrund von jüngsten Zukäufen erhöhen konnte. Das im Sauerland ansässige Unternehmen hatte im Dezember einen Vertrag zum Erwerb verschiedener Unternehmen aus dem Bereich Schienendienstleistungen abgeschlossen. Damit erschließt sich Vossloh seit Anfang 2010 ein vollkommen neues Geschäftsfeld.
Prognose angehoben
Für das laufende Jahr gibt sich der Verkehrstechnik-Konzern nun zuversichtlicher und schraubte die Erwartungen abermals nach oben. So wird mit einem Umsatz von 1,35 Milliarden Euro gerechnet. Zuvor hielt man nur 1,3 Milliarden Euro für realisierbar. Das EBIT soll sich auf rund150 Millionen Euro belaufen.
Aktie bleibt ein Kauf
DER AKTIONÄR hält nach den starken Zahlen und der Prognoseanhebung an seiner Kaufempfehlung für die Aktie von Vossloh fest. Das Kursziel lautet nach wie vor 90,00 Euro, der Stoppkurs sollte bei 60,00 Euro belassen werden.