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Vossloh: Schon wieder entgleist?

Jochen Kauper

Vossloh hat die Turbulenzen der letzten Monate noch immer nicht überwunden. Mit den Zahlen für das erste Quartal 2012 hat der Verkehrstechnikkonzern erneut die Erwartungen verfehlt. Dennoch, der Ausblick macht Hoffnung.

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Die Vossloh-Aktionäre haben schwere Zeiten hinter sich. Während sich andere Konzerne aus dem deutschen Mittelstand vor Aufträgen kaum retten können, kämpft der Verkehrstechnikkonzern noch immer mit den gleichen Schwierigkeiten. 

Neverending Story

Erneut haben sich die Probleme etwa in China negativ auf die Zahlen für das erste Quartal ausgewirkt. Der Umsatz sank von 259,5 Millionen auf 255,7 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging von 18,0 Millionen auf 10,2 Millionen Euro in die zurück. Analysten hatten zwar mit einem durchwachsenen Auftakt gerechent, die Erwartungen wurden trotzdem verfehlt.

Hoffnungsschimmer

Ausschlaggebend für das schlechte Abschneiden waren einmal mehr  Projektverzögerungen in China sowie ein schwaches Schienen-Infrastrukturgeschäft. Dank der weiterhin guten Auftragslage ist Vorstandschef Werner Andree aber zuversichtlich, die Jahresprognose zu schaffen. Demnach bestätigte Vossloh den Ausblick für 2012 und 2013. In diesem Jahr soll ein Umsatz zwischen 1,25 und 1,3 Milliarden Euro erzielt werden. Das EBIT wird zwischen 100 und 110 Millionen Euro erwartet. Für das kommende Jahr sieht der Vorstand ein Umsatzwachstum auf 1,3 bis 1,35 Milliarden Euro. Das EBIT soll dann auf 120 bis 130 Millionen Euro klettern.

Halteposition

Die Vossloh-Aktionäre benötigen derzeit wirklich gute Nerven. Allerdings sollte die Leidenszeit bald ein Ende haben. Der Ausblick für 2012 und 2013 macht Mut. Zudem sorgt mit Knorr-Bremse-Chef Heinz-Hermann Thiele ein starker Großaktionär immer wieder für Aufsehen. Neuinvestitionen kommen aufgrund des schwachen Jahresauftakts noch nicht in Frage. Investierte Anleger bleiben dabei.

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