Carolin Kessler
Vossloh hat einen Großauftrag aus China erhalten. Demnach soll der Verkehrstechnik-Konzern noch im Jahr 2011 Schienenbefestigungssysteme für Hochgeschwindigkeitsstrecken für das chinesische Eisenbahnministerium liefern. Dies untermauert erneut die starke Marktposition des Unternehmens. Die Aktie sollte ihre jüngste Aufwärtsbewegung weiter fortsetzen.
Der Verkehrstechnik-Konzern Vossloh hat zuletzt den Gewinn einer großen Ausschreibung und damit den Erhalt eines Großauftrags durch das chinesische Eisenbahnministerium bekannt gegeben. Das Unternehmen rüstet den größten Teil der Strecke Lanzhou - Urumqi mit Hochgeschwindigkeits- und Schienenbefestigungssystemen aus. Die Verträge sollen in den kommenden Wochen unterzeichnet werden. Die Schienenbefestigung soll noch im Jahr 2011 geliefert werden. Das Auftragsvolumen für Vosslohs profitabelsten Geschäftsbereich dürfte sich in etwa auf 140 Millionen Euro belaufen.
Wachstum gestützt
"Der kontinuierlich positive Newsflow bei Aufträgen untermauert die Wachstumsstory des Unternehmens", erklärt Frank Laser von SES Research. Der Großauftrag in China ist nur einer von drei Großaufträgen von denen Vossloh im August berichten konnte. Neben zwei Order in Libyen schloss der Konzern auch einen Rahmenvertrag über die Lieferung von neuartigen Weichenantrieben in Schweden ab. Damit hat Vossloh zusätzlich Aufträge in Höhe von 335 Millionen Euro mit einem potenziellen Ertrag vor Zinsen und Steuern von über 40 Millionen Euro erhalten.
Visibilität deutlich erhöht
"Damit dürfte Vosslohs Guidance für die beiden Geschäftsjahre 2010 und 2011 deutlich gestützt werden", führt der SES-Analyst aus. Insbesondere die Prognose für 2011, in der die gestützten Umsätze durch den Vertragsabschluss mit China noch nicht vorhergesehen waren, scheint seiner Ansicht nach erreichbarer. Das Management erwartet einen Umsatz von über 1,4 Milliarden Euro und ein EBIT von 155 Millionen Euro.
Starke Marktposition
Die positiven Nachrichten der letzten Wochen beweisen nur noch einmal die überlegene weltweite Marktposition des Unternehmens. Zudem hat der Konzern bewiesen, dass Vossloh in ihrem lukrativen Infrastrukturmarkt selbst mittelfristig Wachstum generieren kann. Auch die derzeit schwierige Situation bei den Lokomotiven, die nach wie vor unter schleppender Nachfrage zu leiden haben, dürfte mehr als kompensiert sein.

Weiter aufwärts
Ein Blick auf den Chart zeigt, dass sich die Vossloh-Aktie in den letzten Wochen wieder von ihren Tiefstständen lösen konnte. Die Aktie sollte ihren Aufwärtstrend fortsetzen und bis in den Bereich um 80 Euro vorstoßen. Dort wartet ein massiver, horizontaler Widerstand. Kann dieser nachhaltig überwunden werden, dürfte die Aktie im Anschluss Kurs auf das Ziel der SES-Analysten bei 100 Euro nehmen. Ein Stopp bei 72,50 Euro sichert ab.