Jochen Kauper
Vossloh kommt aus den Schlagzeilen nicht heraus. Die Eigentümerfamilie schließt einen Verkauf ihrer Anteile am Bahntechnikkonzern aus. Somit ist eine Komplettübernahme durch den Knorr-Bremse Konzern vom Tisch.
Im Kampf gegen eine Komplettübernahme kann sich Vossloh auf seinen Großaktionär verlassen. Die Familie Vossloh - mit 31,4 Prozent am Bahntechnikkonzern beteiligt - hat einen Verkauf ihres Aktienpakets ausgeschlossen.
Familie Vossloh schließt Anteilsverkauf aus
„Es lohnt sich, an Vossloh beteiligt zu sein. Deshalb wird sich die Familie definitiv nicht von ihren Anteilen trennen", so Peter Langenbach, Sprecher der Familie Vossloh, gegenüber der Financial Times Deutschland. Langenbach dementiert somit jegliche Übernahmespekulationen. Diese kamen auf, als Knorr-Bremse Chef Heinz Hermann Thiele ankündigte, seinen Anteil von bisher 15,3 Prozent weiter aufzustocken.
Aktienrückkaufprogramm
Zuletzt hat Vossloh angekündigt, knapp 1,5 Millionen eigene Aktien einziehen zu wollen. Des Weiteren will man ein neues Aktienrückkaufprogramm starten. Rund zehn Prozent der Aktien sollen über die Börse eingesammelt werden. Für die Anteilseigner ein gutes Zeichen, wird sich dadurch in der Zukunft doch der Gewinn pro Aktie erhöhen.

Vossloh-Aktie nach unten abgesichert
Durch die Ankündigung des Großaktionärs Heinz Herrmann Thiele weitere Aktien von Vossloh zu erweben, ist das Papier nach unten gut abgesichert, schließlich hat der Eigentümer von Knorr-Bremse zuletzt bei Schwäche immer weiter zugekauft. Eine Komplettübernahme des Vossloh-Konzerns ist vorerst aber vom Tisch. Die Aktie ist derzeit eine gute Halteposition.