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Volkswagen: Golf VII mit satten Rabatten

Florian Westermann

Der Pariser Autosalon steht vor der Tür. Doch bei den Autobauern herrscht eher Kater- als Partystimmung. Die Absatzkrise in Europa bekommt auch Volkswagen zu spüren. Der neue Golf wird schon jetzt mit Rabatten bis zu 20 Prozent angeboten. Wie geht es weiter?

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Vom 29. September bis 14. Oktober öffnet der Autosalon Paris seine Pforten. Die allgegenwärtige Eurokrise macht den Autobauern allerdings schwer zu schaffen. Einer Prognose des CAR-Instituts zufolge hat sich die schlechte Geschäftsentwicklung in Südeuropa auch auf die Nordländer wie Deutschland ausgeweitet. Mittlerweile würden auch Volkswagen und wichtige Premiumhersteller die sich global ausbreitende Marktschwäche spüren.

Krise in Westeuropa

In Westeuropa dürfte der Pkw-Markt in diesem Jahr um 7,1 Prozent auf 11,9 Millionen und 2013 noch einmal um 2,6 Prozent auf 11,6 Millionen Fahrzeuge schrumpfen. 2013 wäre damit das schlechteste Verkaufsjahr seit 1993. Das macht sich natürlich bei den Verkaufspreisen bemerkbar - auch beim europäischen Branchenprimus VW. So werde der neue VW Golf mittlerweile in Anzeigen mit Rabatten bis zu 20 Prozent angeboten. Opel hat jüngst mit einer Aktion auf sich aufmerksam gemacht, in deren Rahmen Neuwagenkäufern ein Rückgaberecht eingeräumt wird. Letztendlich werde die Krise im europäischen Automarkt länger und hartnäckiger sein als die von der Finanzkrise ausgelöste Rezession 2008 und 2009.

Das Fazit des Auto-Experten Ferdinand Dudenhöffer fällt dann auch wenig optimistisch aus. "Europas Autobauer sind im Überlebenskampf. Frankreich ist einer der Schauplätze für den Überlebenskampf und das ist eine der weniger schönen Botschaften des Pariser Autosalons. Hinter dem Glamour der Ausstellungsstände steht die Angst", heißt es in der Prognose. Insgesamt bestünden in West-Europa Überkapazitäten von mehr drei Millionen Pkw. Die Folge: Peugeot-Citroen, Ford und Opel müssen in diesem Jahr mit einem Milliardenverlust in Europa rechnen.

VW: Gewinner der Krise?

Aber es gibt auch Gewinner wie den VW-Konzern. Gemeinsam mit Porsche haben die Wolfsburger heute 25 Prozent Marktanteil in Europa. Nach der Krise ist ein Marktanteil von 30 Prozent nicht ausgeschlossen, rechnen die CAR-Experten vor. Hinzu komme, dass der schwache Euro-Kurs der VW-Gruppe zusätzliche Gewinne aus den Exporten in die Kasse spülen werde. Dies gelte insbesondere für Audi und Porsche. Europas größter Autobauer gewinnt in der Krise damit mehrfach gegenüber seinen europäischen Wettbewerbern, hieß es.

Hinzu kommt, dass zwar Europa in der Krise steckt. Weltweit dürfte der Pkw-Absatz aber zulegen: 2012 um 6,6 Prozent auf 65,8 Millionen Fahrzeuge. Nach einer Verschnaufpause im kommenden Jahr sollen 2015 schon 71 Millionen Fahrzeuge verkauft werden.

Long bleiben

Den europäischen Autobauern stehen holprige Zeiten bevor. "Peugeot-Citroen und Opel sind die am stärksten gefährdeten Autobauer. Aber auch Fiat, Ford, Renault, Seat, Mitsubishi und Volvo kämpfen in schwierigem Umfeld. Und nimmt man die Anzeigen für die Rabatte des neuen Golf VII als Indikator, steht auch in seinen Fabriken wenig flexible VW-Konzern unter Druck", so das Fazit der CAR-Experten.

Dennoch: DER AKTIONÄR bleibt optimistisch, was die weitere Entwicklung der VW-Aktie anbelangt. Während die Konkurrenz den einen oder anderen Dämpfer erleiden dürfte, könnte VW als der große Gewinner aus der Krise gehen.

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