Volkswagen: Gelingt jetzt der Ausbruch?
Der Wolfsburger Autobauer Volkswagen nimmt den wichtigen US-Markt noch stärker ins Visier. Der Konzern hat am Montag sein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum in Kalifornien eingeweiht. Aus charttechnischer Sicht wird es jetzt richtig spannend.
Die Volkswagen-Aktie steht aus charttechnischer Sicht kurz vor dem Durchbruch. Auch operativ tut sich einiges bei den Wolfsburgern. Am Montag hat der Konzern sein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum im kalifornischen Oxnard nahe Los Angeles eingeweiht. Der Konzern hat an dem Standort 27 Millionen Dollar investiert. In der Anlage testen und optimieren 50 Mitarbeiter Antriebe und Fahrzeuge verschiedener Konzernmarken. In der Anlage wird etwa geprüft, ob die Motoren die gesetzlichen Vorgaben einhalten.
"Das Test Center California ist ein weiterer Meilenstein in Volkswagens Wachstumsstrategie auf dem amerikanischen Markt und wird uns bei der Umsetzung der Strategie 2018 unterstützen", sagte David Geanacopolous, Vorstandsmitglied bei VW Nordamerika.
Bis 2018 will VW zur Nummer 1 aufsteigen und General Motors und Toyota abgehängt haben. Ein wichtiger Schlüssel ist dabei der lange vernachlässigte US-Markt, in dem VW von 2008 bis 2012 insgesamt vier Milliarden Dollar investiert. Die Investition hat sich bereits bewährt. Bis Ende Juli konnte der Absatz in den USA gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 34 Prozent auf 245.700 Autos gesteigert werden.

Nächster Stopp: Allzeithoch
Aufgrund der starken Aufwärtsdynamik besteht aus charttechnischer Sicht die Chance, dass der Aktie der nachhaltige Ausbruch aus der ausgeprägten Seitwärtsbewegung gelingt. Seit mehr als einem Jahr pendelt der Kurs zwischen 110,00 und 150,00 Euro. Ein Ausbruch würde auch das alte Allzeithoch bei 152,20 Euro aus dem Sommer 2011 pulverisieren.
Stärkster Autobauer
Im Vergleich zu BMW und Daimler bietet Volkswagen zudem die höchste relative Stärke. Die Allzeithochs der Konkurrenten befinden sich noch weit außer Reichweite. Auch die Analysten sind von Volkswagen überzeugt. Bereits Investierte Anleger bleiben dabei. Nach einem Neueinstieg sollten Marktteilnehmer die Position mit einem Stopp-Loss bei 120,00 Euro auf Schlusskursbasis absichern.
Mit Material von dpa-AFX
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