Norbert Sesselmann
Der Volkswagenkonzern hat in den ersten zwei Monaten des Jahres den weltweiten Absatz um ein Viertel auf eine Million Autos gesteigert. Konzernchef Winterkorn verspricht für 2010 wieder mehr Gewinn und Umsatz.
Europas größter Autobauer hat, wie berichtet, 2009 einen erheblichen Gewinneinbrauch verbucht. Nachdem der Nettogewinn im Jahr 2009 um rund 81 Prozent auf nur noch 911 Millionen Euro eingebrochen war, rechnet die Konzernführung für das laufende Jahr mit höheren Gewinnen, höherem Absatz und höheren Umsatzzahlen. Staatliche Absatzhilfen in den Hauptmärkten Deutschland, Brasilien und China verhinderten Schlimmeres.
Bis 2018 die Nummer Eins
Winterkorn unterstrich heute am Donnerstag, an der Strategie 18 plus festzuhalten. Danach soll der Absatz in drei bis fünf Jahren von jetzt 6,3 Millionen Autos auf acht Millionen Exemplare steigen. Bis 2018 will VW sogar zehn Millionen Fahrzeuge an den Mann bringen und Toyota als Markführer ablösen. Toyota lag 2009 mit 7,8 Millionen verkauften Stück weiterhin an erster Stelle.
Spanisches Sorgenkind
Den größten Zuwachs erzielte die Marke VW-Pkw mit plus 29 Prozent, dicht gefolgt von Audi mit plus 28,7 Prozent. Die tschechische Marke Skoda steigerte die Auslieferungen um ein Drittel, ihre spanische Schwester Seat legte um 18,9 Prozent zu. Dennoch bleibt Seat unter den vielen einzelnen Marken das größte Sorgenkind des Konzerns. Seat rutschte 2009 tiefer in die roten Zahlen und verzeichnete einen Verlust in Höhe von 339 Millionen Euro, nach einem Verlust von 78 Millionen im Vorjahr. Seat habe unter den massiven Auswirkungen der Krise besonders im Kernmarkt Spanien gelitten, so der Vorstand. Die Substanz bei Seat aber stimme.

Ausblick positiv - weiterhin kaufenswert
Winderkorn kündigte für das laufende Jahr ein Modellfeuerwerk von 70 Neuheiten an. Er nannte als Höhepunkte den neuen Kleinwagen Audi A1, den erneuerten VW Touareg und den Passat.
DER AKTIONÄR ist für die VW-Vorzugsaktie weiter positiv gestimmt. Nachdem der Kurs im Jahr der schwersten Autokrise stark nachgab, zeichnet sich seit Ende letzten Jahres eine Bodenbildung ab. Das empfohlene Bonuszertifikat der Commerzbank kann weiterhin genutzt werden um an Kurssteigerungen zu partizipieren. Dieses Produkt weist aktuell einen Sicherheitspuffer von 30 Prozent auf und reduziert somit das Risiko deutlich.