Thomas Bergmann
So schnell kann es gehen. Am Donnerstag noch feierte die Vivacon-Aktie eine Wiederauferstehung, nachdem sich das Unternehmen von einigen Development-Projekten getrennt hatte. Heute allerdings führt Vivacon schon wieder die Verliererliste im SDAX an. Die Achterbahnfahrt geht weiter ...
So schnell kann es gehen. Am Donnerstag noch feierte die Vivacon-Aktie eine Wiederauferstehung, nachdem sich das Unternehmen von einigen Development-Projekten getrennt hatte. Heute allerdings führt Vivacon schon wieder die Verliererliste im SDAX an. Die Achterbahnfahrt geht weiter ...
Haben sich einige Aktionäre zu früh gefreut? Am vergangenen Donnerstag explodierte die Vivacon-Aktie nach dem erfolgreichen Verkauf einiger Development-Projekte. Tags darauf kletterte das Papier bis auf 1,37 Euro.
Nervosität pur
Doch bereits zum Wochenausklang machten einige Anleger Kasse, die zuvor unter einem Euro beherzt zugriffen. Scheinbar wollte man nicht das Risiko eingehen, Vivacon über das Wochenende zu halten. Heute setzen sich die Kursverluste vom Freitag fort: wenige Minuten nach Handelseröffnung stürzte das Papier bis auf 93 Cent ab. Aktuell schwankt es um die 1-Euro-Marke (-15 Prozent).
Galgenfrist bis 30. Juni
Die Achterbahnfahrt der letzten Tage wird sich auch in den nächsten drei Wochen fortsetzen. Dazu bedarf es auch keiner hellseherischen Fähigkeiten. Bis zum 30. Juni hat der Immobilienkonzern Zeit, ein tragfähiges Sanierungskonzept vorzulegen und genügend frische Liquidität zu beschaffen. Abhängig von der Nachrichtenlage wird sich die Vivacon-Aktie sehr schnell nach oben oder unten entwickeln.
Zockerpapier
Vivacon ist derzeit ein reines Zockerpapier. eine fundamentale Bewertung ist nicht möglich. Wie DER AKTIONÄR bereits mehrfach berichtet hat, ist auch eine Insolvenz von Vivacon nicht ausgeschlossen. Wer sich an diesem Spielchen beteiligen möchte, sollte daher nur "Spielgeld" verwenden und einen engen Stopp setzen (aktuell 0,85 Euro).