Vestas: Kursexplosion nach Übernahmegerücht
Der dänische Windanlagenbauer Vestas schnellt heute an der Börse fast 15 Prozent in die Höhe. Übernahmegerüchte machen die Runde. Was ist dran? Sollten Anleger jetzt einsteigen?
Endlich tut sich was in der schwer angeschlagenen Windanlagenbranche. Die dänische Tageszeitung Jyllands-Posten hatte unter Verweis auf „mehrere Quellen" berichtet, Sinovel und Goldwind erwägen ein Gebot für den Windkraftanlagenbauer Vestas abzugeben.
Überkapazitäten
Nach dem rasanten Kursverfall der letzten Wochen und Monaten heißt es für die Anleger heute erstmal Durchatmen. Doch warum sind die Aktien von Windanlagenhersteller in der Vergangenheit überhaupt derart massiv unter Druck geraten? Das Stichwort für den Kurssturz lautet: Überkapazitäten. In den letzten zwei Jahren sind die Preise für Windkraftanlagen um 25 Prozent gefallen. Das zehrt gewaltig an den Margen.
2015 wird es besser
Im Schnitt beliefen sich die diese 2011 auf lediglich 1,4 Prozent - nach 4,4 Prozent im Jahr 2010. Einige Hersteller verzeichneten gar ein negatives EBIT. "Vom Markt können die Hersteller in den nächsten Jahren keine Lösung ihrer Probleme bei Preis und Überkapazitäten erwarten", ist Wolfgang Krenz, Partner bei Oliver Wyman, überzeugt. "Dynamisches Marktwachstum ist vorerst nicht in Sicht. Erst ab 2015 ist Licht am Ende des Tunnels zu sehen."

Vestas noch meiden
Anleger sollten jetzt nicht blind einsteigen. Stellt sich dieses Gerücht als unwahr heraus, wird es wieder sehr schnell nach unten gehen. Das Vestas-Management konnte seine Gewinn-Versprechungen zuletzt nicht halten und hat dadurch viel Vertrauen zerstört. Anleger warten ab.
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