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Versorger-Aktien E.on und RWE: Neue Strategie, neue Hoffnung

Michael Herrmann

Anleger der deutschen Energieversorger haben eine ereignisreiche Woche hinter sich. Beide Unternehmen verabschieden sich aus dem Neubau von Atomkraftwerken. E.on darf dafür offenbar auf eine Genehmigung für das umstrittene Kohlekraftwerk in Datteln hoffen. Grund: die Deutsche Bahn.

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Das umstrittene Kohlekraftwerk in Datteln sorgt wieder einmal für Schlagzeilen. Da die nordrhein-westfälische Landesregierung Zugausfälle aufgrund von Stromengpässen befürchtet, darf E.on offenbar auf eine Ausnahmegenehmigung für die alten Kraftwerksblöcke hoffen. "Ich bin zuversichtlich, dass wir diese Gespräche noch im November zu einem guten Abschluss bringen können", sagte Umweltminister Johannes Remmel der WAZ.

Ende der Atompläne

Endgültig beendet sind dagegen die britischen Atompläne. Das von E.on und RWE betriebene Join-Venture Horizon steht Medienberichten zufolge unmittelbar vor dem Verkauf. Den Zuschlag soll demnach der japanische Hitachi-Konzern für rund 500 Millionen Euro erhalten. E.on hat sich zudem aus dem finnischen Atomkraft-Konsortium Fennovoima zurückgezogen. Damit haben sowohl E.on als auch RWE im Grunde komplett vom Neubau von Atomkraftwerken verabschiedet.

Beide Aktien ein Kauf

Die Aktien von E.on und RWE konnten vom Rückzug aus dem Neubau von Atomkraftwerken nicht profitieren. Vor allem E.on gab im Zuge der allgemeinen Marktschwäche im Wochenverlauf deutlich nach. Anlegern ergibt sich hieraus eine attraktive Einstiegsgelegenheit. Das Kursziel für E.on liegt weiter bei 24 Euro, während ein Stopp bei 14,50 Euro absichert. RWE ist mittlerweile ebenfalls wieder ein Kauf. Das Kursziel lautet hier 44 Euro und der Stoppkurs 30 Euro.

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