Versorger-Aktien E.on und RWE: Der nächste Nackenschlag
Die Aktie der Energieversorger E.on und RWE zählen heute zu den schwächsten Werten im DAX. Dafür sorgen vor allem die Analysten. Nach der Deutschen Bank hat auch die britische Großbank HSBC die Kursziele für beide Aktien gesenkt.
E.on kann bei den Analysten derzeit einfach nicht punkten. Nachdem heute bereits die Deutsche Bank den Daumen gesenkt hat, hat die HSBC nachgezogen und das Kursziel für E.on von 13 auf 12 Euro. Das Fazit des HSBC-Analysten Adam Dickens lautet damit weiter "Underweight". Das Geschäft in Russland sowie die Gasförderung seien zwischen 2013 und 2015 die wichtigsten Wachstumstreiber des Energiekonzerns. Deren steigender Beitrag dürfte aber nicht ausreichen, um den Rückgang im nordwesteuropäischen Geschäft sowie die Verwässerungseffekte durch Beteiligungsverkäufe auszugleichen, weshalb Dickens die Gewinnmultiplikatoren reduziert habe.
RWE nur noch eine neutrale Position
Etwas mehr traut Dickens der Aktie des Konkurrenten RWE zu. Diese stuft der HSBC-Analyst aber nur noch mit "Neutral" statt mit "Overweight" ein. Das neue Kursziel lautet 34 statt 38 Euro. Wenngleich der Energiekonzern von einem vorteilhaften Erzeugungsmix profitiere, könne er dem auf der Branche lastenden Druck nicht entkommen. Am Preisdruck dürfte sich nichts ändern und die Gewinne dürften 2013 bis 2015 sinken. Zudem nehme die Unsicherheit über die Energiepolitik vor den Bundestagswahlen im Herbst 2013 zu.

E.on ist erste Wahl
DER AKTIONÄR bevorzugt im Gegensatz zur HSBC aus dem deutschen Versorgersektor weiterhin die Aktie des Branchenprimus E.on. Die Aktie hat angesichts des Kurszieles von 20 Euro auf dem aktuellen Niveau massives Aufwärtspotenzial und auch die charttechnische Situation überzeugt. Das Kursziel lautet weiter 20 Euro. Ein Stoppkurs bei 13 Euro sichert vor weiteren Nackenschlägen ab.
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