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US-Titel im Minus - Spanien-Hilfe gibt nur kurzes Strohfeuer - Apple mit vielen Neuheiten - im Fokus: Bankentitel, Johnson & Johnson

Manuel Koch

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Am Montag gingen die US-Börsen zu Handelsstart ins Plus. Der Dow Jones gewann 0,7 Prozent.

Am Wochenende hatte Spanien nach langem Zögern angekündigt, finanzielle Hilfen für die angeschlagenen Banken zu beantragen. Die Euro-Länder stellen dafür Kredite von bis zu 100 Milliarden Euro zur Verfügung. Anders als Griechenland, Portugal und Irland geht es um spezielle Hilfen für die Bankenbranche. Das Echo war durchweg positiv. US-Finanzminister Geithner sagte, dass dieser Schritt wichtig für die Gesundheit der spanischen Wirtschaft sei. 

Die Euphorie am Markt war dann aber schnell wie ein Strohfeuer verflogen. Dis Märkte fragen sich jetzt zunehmend, ob Spanien trotz seiner Spar- und Reformpolitik auch Hilfen für den Staatshaushalt braucht.

Schon zu Mittagsstunde tendierte der Dow Jones bei Minus 0,3 Prozent. Eigentlich müssten die Märkte in Höhe getrieben werden. Passiert das aber nicht, droht eine Vertrauenskrise. Und deswegen gehen die Blicke schon auf die US-Notenbank, die sich in der nächsten Woche treffen wird.

An der Wall Street schaut man aber nicht nur auf die Lage in Europa. Nach der besten Handelswoche in diesem Jahr werden die Händler paradoxerweise auch bei dem Gedanken an eine Rallye nervös. Der Dow Jones hatte 3,6 Prozent, die Nasdaq sogar 4,0 Prozent zugelegt. Die Leute haben Angst, derjenige sein zu müssen, der seinem Boss eine verpasste Rallye erklären muss. 

Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Minus von 1,1 Prozent bei 12.412 Punkten. Der Nasdaq Composite verlor 1,7 Prozent bei 2.810 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Verlust von 1,3 Prozent bei 1.309 Punkten.

Zu den Gewinnern im Dow zählten: Verizon (+0,3%), Boeing (+0,2%) und AT&T (+0,1%). Die größten Verlierer waren: Bank of America (-3,7%), Hewlett-Packard (-3,4%) und Caterpillar (-2,7%).

Die Apple-Aktie verlor 1,6 Prozent. Grund dafür war die jährliche Konferenz in San Francisco, auf der neue Produkte und Updates für Softwareentwickler vorgestellt wurden. Hauptthema der Konferenz war das Macbook mit der neuen Software "OS X Mountain Lion". Neben Weiterentwicklung der Sprachsteuerung Siri, die auch auf dem neuen iPad vorhanden sein wird, hat Apple unter anderem Verbesserungen für die Anwendung Face-Time, Game Center, die iCloud und die Smartphone-Software iOS vorgestellt. Der Technolgie-Riese macht besonders dem Internet-Konzern Google Konkurrenz. Ihre Vorteile gegenüber Googles Smartphone-Software Android stand im Fokus der Konferenz. Von einem Apple-Fernseher war jedoch noch nicht die Rede. Apple gibt außerdem bekannt, eng mit Facebook zusammengearbeitet zu haben und das soziale Netzwerk tief in die Smartphone Software integriert zu haben. Nutzer sollen die Möglichkeit erhalten über den App-Store Applikationen zu "liken" und mit Freunden auf Facebook zu teilen.

Was würden Sie für ein Mittagsessen ausgeben? Vielleicht 3,5 Millionen Dollar? Soviel wurde jetzt für eine warme Mahlzeit mit Investorenlegende Warren Buffett bei einer Auktion geboten. Der Gewinner kann mit sieben Freunden mit dem 82jährigen zum Lunch ins New Yorker Steakhouse Smith & Wollensky gehen. Die Auktion war mit einem Mindestgebot von 25.000 Dollar gestartet, vor einem Jahr brachte sie 2,6 Millionen Dollar ein. Zugute kommt das Geld einer Organisation für Obdachlose in San Francisco. 

Der US-Mischkonzern Johnson & Johnson erwartet für das zweite Quartal Einmalbelastungen im dreistelligen Millionenbereich. Die erwarteten Sondereffekte stehen in Zusammenhang mit einer möglichen Einigung bei einigen laufenden Gerichtsverfahren. 

Der Investor Carl Icahn stockte seine Anteile beim US-Lastwagenbauer Navistar International auf und wettet damit offenbar auf eine mögliche Übernahme des Unternehmens. Als Interessenten für Navistar wird neben Volkswagen auch der italienische Autokonzern Fiat genannt.

Am Dienstag schauen wir auf die Export- und Importpreise und auf das Treasury Budget für Mai.

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