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US-Strafen: Solarworld gewinnt, aber Trina und Yingli jubeln

Florian Söllner

Entscheidung im Streit um China-Subventionen: Chinesische Hersteller müssen Strafzölle bezahlen. Doch die Aktien von Trina und Co steigen trotzdem kräftig. Schließlich ist die Strafe sehr milde.

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Frank Asbeck hat es tatsächlich geschafft. Aufgrund eines von ihm initiierten Vorstoßes verhängen die USA Strafzölle gegen günstige Solarmodule aus China. Das US-Handelsministerium legte nun zumindest vorläufig Abgaben für Produkte von Trina Solar, Suntech oder Yingli zwischen 2,9 und 4,7 Prozent fest. Doch damit können die effizienten und durch günstige Staatskredite geförderten chinesischen Modulhersteller leben. Gefordert worden waren Strafzölle von 20 bis 30 Prozent. In etwa dieser Größenordnung dürften auch die Kostenvorteile chinesischer Anbieter liegen.

Doch US-Solarworld-Chef Brinser zufolge war dies nur "ein erster Schritt für die Wiederherstellung fairen Wettbewerbs in den USA". Für den 16. Mai ist zudem eine Entscheidung über Antidumpingzölle angekündigt. Ein solcher würde additiv zu den jetzt verhängten Antisubventionszöllen wirken.

Der US-Markt wird immer wichtiger. Der Solarverband SEIA meldete für 2011 Neuinstallationen von von 1,86 GW, 2012 sollen es bereits 2,8 GW sein. Trina und Suntech erzielten zuletzt über 20 Prozent ihrer Erlöse in diesem Wachstumsmarkt.

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Phyrsussieg für Solarworld

US-Herstellern wie Solarworld oder First Solar dürfte diese Entscheidung nur kurzfristig helfen. Einerseits sind die bisher verhängten Zölle zu niedrig, um die Kostennachteile aufzuwiegen. Andererseits trägt ein künstlicher Schutz heimischer Firmen nicht dazu bei, ihre Produktionseffizienz und Wettbewerbsfähigkeit für den internationalen Markt zu stärken. Den US-Projektierern, Haushalten und der Umwelt helfen diese Schritte ohnehin nicht: Module und Solarstrom werden damit teurer.

Chance bei Trina

Der Solarworld-Rebound hat gestern bereits an Kraft verloren. Wichtig ist nun, dass die 3,20-Euro-Marke verteidigt wird. Eindrucksvoller gestaltet sich die Trendwende bei Trina Solar. Der China-Hersteller mit den niedrigsten Produktionskosten und der in Europa am besten eingeführten Marke hat gestern eine starke weiße Kerze ausgebildet - das Handelsvolumen war hoch. Mutige Anleger können daher mit engem Stopp auf eine anhaltende Erholungsrallye spekulieren.

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