US-Börsen zu Wochenbeginn uneinheitlich - japanische Wirtschaftsdaten belasten Dow - Alcoa, American Airline, Facebook im Fokus
Am Montag gingen die US-Börsen zu Handelsbeginn leidht ins Minus. Der Dow Jones verlor 0,1 Prozent hinzu. Es enttäuschten wieder Daten aus Asien: Die Wirtschaftswachstum von Japan betrug im abgelaufenen Quartal nur 1,4 Prozent. Im Vorquartal waren es noch 5,5 Prozent.
An der Wall Street sind die Bullen los. Obwohl viele Investoren wegen der Schuldenkrise in Europa nervös sind, legte der Leitindex S&P 500 dieses Jahr um zwölf Prozent zu. Die ersten sieben Monate 2012 waren sie stärksten seit 2003. Vor allem Versorger- und Telekommunikations-Unternehmen legten überdurchschnittlich zu.
Der NYSE-Händler Benedict Willis von der Albert Fried Company sagt voraus, dass die US-Märkte in dieser Woche wieder auf die Zentralbanken schauen werden: "Die US-Märkte werfen wieder ein Auge auf das Geschwätz der Notenbanken. Letzte Woche haben wir die erste Überraschungsaktion der Fed seit vier Jahren gesehen, als sie 600 Millionen Dollar in den US-Markt gepumpt hat." Zu ihren Sitzungen treffen sich die Vertreter der Europäischen Zentralbank und der US-Notenbank Fed aber erst wieder in der ersten Septemberhälfte.
Ben Willis sieht außerdem noch einige Konjunkturdaten, die für den Anleger interessant sein könnten: "Halten Sie Ausschau nach den Zahlen des Immobiliensektors (Mittwoch und Donnerstag) und Einzelhandels (Dienstag) der USA. Vor allem die Zahlen aus dem Immobiliensektor werden einige Möglichkeiten bieten, kluge Trades zu machen."
Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Minus von 0,3 Prozent bei 13.169 Punkten. Der Nasdaq Composite gewann 0,1 Prozent bei 3.023 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Verlust von 0,1 Prozent bei 1.404 Punkten.
Zu den Gewinnern im Dow zählten: American Express (+0,5%), Walt Disney (+0,4%) und Kraft Food (+0,2%). Die größten Verlierer waren: Alcoa (-1,6%), Cisco (-1,1%) und Pfizer (-0,9%).
Die insolvente Fluggesellschaft American Airlines will in Kürze über die Fusion mit einem ihrer Konkurrenten entscheiden. "Es wird vielleicht nur Wochen dauern", sagte AMR-Chef Horton.
Google streicht bei Handyhersteller Motorola massiv Arbeitsplätze. Rund jeder fünfte Job - also etwa 4.000 Stellen - soll abgebaut werden.
Der ehemalige Mobilfunkmanager Sol Trujillo versuche bisher erfolglos, Partner für eine Übernahmeofferte für T-Mobile USA zu gewinnen. Das berichten Medien.
Die Schweizer Privatbank Julius Bär kauft der Bank of America das Vermögensverwaltungsgeschäft außerhalb der USA ab. Dafür zahlen die Schweizer nach eigenen Angaben bis zu 860 Millionen Franken.
Die soziale Plattform app.net nahm die erste Hürde und erreichte ihr Finanzierungsziel von 500.000 Dollar. Das Unternehmen will Facebook und Twitter mit einem Abo-Dienst herausfordern.
Facebook hat die Datenschutz-Ermittlungen der US-Handelskommission FTC endgültig beilegen können. Diese Woche gehen außerdem weitere 1,6 Milliarden Aktien in den Umlauf. Experten sind gespannt, ob das den Kurs weiter nach unten treibt.
Am Dienstag schauen wir von Konjunkturseite auf die Einzelhandelsumsätze und Erzeugerpreise für Juli.
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