UPS erhöht Druck auf Deutsche Post
Der Logistikkonzern UPS übernimmt für knapp fünf Milliarden Euro den Konkurrenten TNT Express. Die Niederländer haben in Europa einen Marktanteil von 18 Prozent. Die Deutsche-Post-Tochter DHL kommt hingegen nur auf 15 Prozent. Trotz des steigenden Wettbewerbs im Paketgeschäft könnte die Aktie der Post profitieren.
Nun ist es offiziell: Nach dem gescheiterten Angebot von 9,00 Euro je Aktie vom Februar übernimmt der amerikanische Logistikkonzern UPS den niederländischen Konkurrenten TNT Express nun doch. Das Übernahmeangebot wurde auf 9,50 Euro pro Akte erhöht und beträgt insgesamt 5,16 Milliarden Euro. Gegenüber dem TNT Express Aktienkurs vom 16. Februar ist das ein Aufschlag von 53,7 Prozent.
Deutsche Post unterbewertet
UPS baut mit dem Zukauf sein Europageschäft aus und zieht mit dem Marktführer DHL gleich. Trotz der davon erwarteten stärkeren Konkurrenz für die DHL im Europageschäft dürften Aktionäre von ihrem Investment in die Deutsche Post langfristig profitieren. Analysten verweisen nämlich darauf, dass durch den Kaufpreis TNT Express ungefähr doppelt so hoch bewertet wird wie die Deutsche Post. Für die Experten ein klares Zeichen für die Unterwertung des Bonner Konzerns. Der Kurs der Post hat somit noch deutliches Nachholpotential.

Fundamentaldaten stimmen
Die Deutsche Post ist nach wie vor gut aufgestellt und braucht den Wettbewerb mit UPS nicht zu fürchten. Für die Aktie der Deutschen Post sprechen zudem das moderate 2012er-KGV von 11 und die überdurchschnittliche Dividendenrendite von rund fünf Prozent. DER AKTIONÄR empfiehlt das Papier weiterhin zum Kauf mit einem Kursziel von 16,00 Euro. Der Stopp sollte auf 10,50 Euro nachgezogen werden.
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