Martin Weiß
Der Internetprovider United Internet zieht rund 11,6 Millionen eigener Aktien ein. Durch die Maßnahme verteilt sich der Gewinn künftig auf weniger Aktien, für die Anleger bleibt mehr vom Kuchen übrig. An der Börse poppte der Kurs des TecDAX-Papiers kurz in die Höhe.
Insgesamt wird United Internet 11.625.656 Aktien aus dem eigenen Bestand einziehen, das heißt, die Anteilscheine werden vernichtet. Durch die Maßnahme erfolgt eine Kapitalherabsetzung des Grundkapitals auf 240 Millionen Euro. Der rechnerische Anteil der ausgegebenen Aktien am Grundkapital verändert sich nicht, durch die geringere Aktienanzahl erhöht sich jedoch der Gewinn pro Aktie.
Kurzfristig frische Impulse
Die Nachricht hat den Aktienkurs von United Internet am Freitag kurzfristig bis auf 9,38 Euro getrieben, aktuell notiert das Papier aber trotz der aktionärsfreundlichen Entscheidung bereits wieder niedriger bei 9,20 Euro unverändert.
Ausbruch aus dem Dreieck
Am 16.12. hatte DER AKTIONÄR auf die Dreiecksformation bei United Internet hingewiesen, allerdings auf eine Auflösung der Formation nach unten spekuliert. Die Befürchtung hat sich im Nachhinein als unbegründet erwiesen, der Titel ist am Donnerstag mit dem Sprung über die 9-Euro-Marke nach oben ausgebrochen. Was jetzt fehlt, sind Anschlusskäufe, die das Papier über dem Ausbruchsniveau stabilisieren.
Das charttechnische Bild hat sich etwas verbessert, die Ampel springt aber erst ab Kursen von 9,50 Euro auf grün.