Unicredit: Besser als die Commerzbank

Jochen Kauper

Angeblich sucht die Unicredit einen Käufer für die Hypovereinsbank. Damit will man sich in Zukunft stärker auf das Geschäft in Osreuropa sowie im Heimatmarkt Italien kümmern. Die Aktie schneidet indes in der Wertentwicklung besser ab als das Papier der Commerzbank.

Federico Ghizzoni kehrt mit eisernem Besen. Wie Die Platow Börse berichtet, hat die Vorstandsmannschaft der Unicredit vor kurzem mehrere deutsche Banken wegen eines Verkaufs der Tochtergesellschaft HVB Group angesprochen. Mit einem Verkauf der HVB wolle die UniCredit womöglich Spekulationen über ihren Kapitalbedarf aus der Welt schaffen. Weiterhin wollen sich die Italiener stärker auf den Heimatmarkt, sowie die Geschäfte in Osteuropa konzentrieren.

Eigenlob

Die HVB, einst Mutter der Bank Austria, sieht sich indes innerhalb der Unicredit-Gruppe noch immer als "Fels in der Brandung", so CEO Theodor Weimer im vergangenen November. Anders als die Unicredit hat die rund 20.000 Mitarbeiter zählende HVB Group eine solide Finanzierungsstruktur. Die Core Tier 1 Ratio gemäß Basel II betrug per 30. September 2011  knapp 17 Prozent.

Fitch betätigt Rating

Zuletzt hat die Ratingagentur Fitch die Kreditwürdigkeit zahlreicher italienischer Banken abgestuft. Dabei konnte die Unicredit ihr gutes Rating von „A-" halten. Hauptgrund für die stabile Bonität war unter anderem die kürzlich durchgeführte Kapitalerhöhung in Höhe von 7,5 Milliarden Euro. Dadurch konnte die Unicredit ihre Bilanz erheblich stärken.

Unicredit vs. Commerzbank

Die Aktie der Unicredit setzt in der Zwischenzeit ihre Aufholjagd weiter fort. Mittlerweile notiert das Papier bei knapp 4,50 Euro. DDamit hat das Papier in den letzten vier wochen knapp 85 Prozent zugelegt. Im Vergleich dazu hat die Commerzbank 65 Prozent an Wert gewonnen.

Günstig bewertet

Die Unicredit ist sehr gut aufgestellt. Die Bilanz wurde durch die jüngste Kapitalerhöhung erheblich gestärkt.  Fundamental wären höhere Kurse durchaus gerechtfertigt. Die moderat bewertete Unicredit-Aktie hat weiteres Aufwärtspotenzial. Der Stopp sollte zur Gewinnsicherung auf 3,20 Euro nachgezogen werden.

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