Übernahmepoker: Fresenius hui, Rhön-Klinikum pfui
Die Konkurrenz will partout nicht, dass Fresenius den Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum übernimmt. Aufgeben will Fresenius aber nicht. Die Aktionäre stört das ganze Gezerre um Rhön nicht – mit einem Kursplus von 20 Prozent gehört Fresenius zu den Outperformern des Jahres.
Die größte Übernahme am deutschen Krankenhausmarkt ist vorerst geplatzt. Der Grund für das Scheitern: Der Rivale Asklepios ist mit gut fünf Prozent bei Rhön-Klinikum eingestiegen. Damit nicht genug. Auch Konkurrent Sana hat Aktien gekauft, wie viel sei aber unklar. Die Aufregung der Konkurrenz ist nachvollziehbar. Hätte die Übernahme geklappt, wäre mit der Fresenius-Tochter Helios und Rhön-Klinikum der mit Abstand größte deutsche Klinikkonzern entstanden. Asklepios und Sana wären weit ins Hintertreffen geraten.
Erneuter Anlauf
Einige Anleger hoffen weiterhin auf eine zweite Offerte von Fresenius. „Durch den Einstieg von Sana wird die ganze Sache natürlich komplizierter", so eine mit dem Prozess beteiligte Person. Ein Fresenius-Sprecher sagte, der Konzern prüft weiter seine Optionen und werde seine Entscheidung zu gegebener Zeit kommunizieren.

Gesunde Kursentwicklung
Die vorerst geplatzte Übernahme schickte die Rhön-Aktien Talfahrt. Mit einem Abschlag von gut 25 Prozent ist die Aktie der große Verlierer im MDAX der letzten Wochen. Fresenius-Anleger sind dagegen kaum beunruhigt. Fresenius ist auf ein Allzeithoch gestiegen und zählt mit einem Kurszuwachs von rund 20 Prozent zu den stärksten Werte im DAX. Fresenius ist so breit aufgestellt, dass ein Scheitern der Rhön-Übernahme kein Beinbruch wäre.
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