Übernahmekampf: Fresenius gibt auf – Rhön-Aktie stürzt ab
Die Übernahme von Rhön-Klinikum durch Fresenius ist endgültig geplatzt. Der DAX-Konzern will kein neues Angebot mehr vorlegen. Damit hat der bislang spannendste und spektakulärste Übernahmekrimi des Jahres ein abruptes Ende gefunden.
Der Medizinkonzern Fresenius gibt im Kampf um den Klinikbetreiber Rhön-Klinikum auf. Der DAX-Konzern will bis auf Weiteres kein neues Übernahmegebot für das fränkische Unternehmen abgeben. Dies teilte Rhön-Klinikum am Montag in Bad Neustadt an der Saale mit und bestätigte damit Berichte der Nachrichtenagentur Bloomberg und der Zeitung Die Welt. Der Rhön-Klinikum-Vorstand bedauere diese Entscheidung von Fresenius.
Asklepios durchkreuzt Pläne
Damit ist eine der spektakulärsten Übernahmeschlachten der vergangenen Jahre Deutschlands vorerst beendet. Fresenius war im Frühjahr unter anderem wegen der Störfeuer des Konkurrenten Asklepios mit dem Versuch gescheitert, Rhön-Klinikum für 3,1 Milliarden Euro zu übernehmen. Asklepios hatte Ende Juni überraschend gut fünf Prozent der Rhön-Aktien gekauft und damit verhindert, dass Fresenius wie anvisiert mehr als 90 Prozent der Rhön-Aktien einsammelte. Seitdem wurde immer wieder über eine neue Offerte spekuliert.

Rhön unter Druck
Die geplatzte Übernahme schickt die Rhön-Aktien Talfahrt. Mit einem Abschlag von gut 20 Prozent dürften sie in den Handel gehen. Für Fresenius ist die geplatzte Übernahme kein Beinbruch. Der Konzern ist sehr breit aufgestellt und bleibt für alle risikoscheue Investoren ein Basisinvestment am Aktienmarkt.
Mit Material von dpa-AFX
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