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Übernahmefantasie bei Beiersdorf

Steffen Eidam

Eine Studie der Deutschen Bank rückt Beiersdorf erneut in den Fokus von Aufkäufern. Positive Impulse erfährt die Aktie auch durch die Aufnahme in den Dividendenindex DivDAX. Der Markt honoriert die guten Nachrichten mit Kursaufschlägen.

Der Konsumgüterhersteller Beiersdorf ist wieder einmal Gegenstand von Übernahmegerüchten. Auslöser ist eine Studie der Deutschen Bank, die den Hamburger Konzern als potenziellen Übernahmekandidaten für den US-Konzern Procter & Gamble bezeichnet. Keine Spekulation sondern Fakt ist der Aufstieg in den Dividendenindex DivDAX der Deutschen Börse, der ab dem 20. September wirksam wird. Die guten Nachrichten sollten die Aktie auf dem Weg zum alten Hoch weiter befeuern.

Beliebtes Beiersdorf

Beiersdorf ist erneut in den Übernahmefokus gerückt. Auslöser ist eine Studie von Deutsche-Bank-Analyst William Schmitz, wonach der Nivea-Hersteller der erste Kandidat auf der Übernahmeliste des US-Giganten Procter & Gamble wäre. Dessen Chef, Bob McDonald, hat sich vergangene Woche zu möglichen Expansionsplänen geäußert. Demnach wolle Procter & Gamble mehr internationale Marken in den Konzern einbinden. Beiersdorf, unter deren Dach bekannte Labels wie Nivea, Eucerin oder Labello firmieren, generiert immerhin rund zwei Drittel der Erlöse in Europa und würde gut in das Portfolio der Amerikaner passen. Allerdings spricht die Aktionärsstruktur gegen eine Übernahme, schließlich befinden sich lediglich 39 Prozent der Papiere der Hamburger im Streubesitz. Mehr als die Hälfte der Anteile hält die Familie Hertz über ihre maxingvest, der früheren Tchibo Holding, in den Händen. Die Eigentümer betonten  des Öfteren, dass sie sich nicht von dem Paket trennen wollen.

Aufstieg in Dividendenindex

Wenn im laufenden Jahr der Kurs keine Freude bereitete, so konnten sich die Beiersdorf-Aktionäre immerhin auf eine üppige Dividende verlassen. Die hohe Dividendenrendite gaben jetzt den Ausschlag, dass die Deutsche Börse Beiersdorf in den DivDAX aufnimmt. Der Dividendenindex bildet die 15 Unternehmen mit der höchsten Dividendenrendite im DAX ab. Diese berechnet sich wiederum aus der gezahlten Dividende geteilt durch den Schlusskurs der Aktie am Tag vor der Ausschüttung. Neben Beiersdorf werden am zum 20. September auch noch die Titel von Volkswagen (Vz) und Merck aufgenommen, während die Aktien von ThyssenKrupp, K+S und MAN ihren Hut nehmen müssen.

Neuer Schwung für die Aktie

Die guten Nachrichten dürften der Beiersdorf-Aktie neuen Schwung verleihen und somit für eine Fortsetzung des kurzfristigen Aufwärtstrends sorgen. Auf dem Weg in Richtung der 50-Euro-Marke stellt sich auf Höhe des alten Hochs bei 46,65 Euro der nächste größere Widerstand in den Weg. Ein Sprung hierüber würde ein neues Kaufsignal auslösen. Anleger setzen ihren Stopp bei 41 Euro.  

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