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UBS spricht von neuen Rekordgewinnen

Thorsten Küfner

Während die UBS derzeit noch rote Zahlen schreibt und nach wie vor mit dem Abzug von Kundengeldern zu kämpfen hat, wollen die Schweizer in den kommenden drei bis fünf Jahren wieder Vorsteuergewinne von rund 15 Milliarden Franken erzielen.

Aktuell hat die UBS noch mit massiven Problemen zu kämpfen, mittelfristig hat Konzernchef Oswald Grübel allerdings bereits wieder ehrgeizige Ziele: Er will, dass die Großbank in drei bis fünf Jahren wieder Rekordgewinne erzielen wird. Demnach sollen vor Steuern rund 15 Milliarden Franken verdient werden. Wie die Schweizer dies erreichen wollen, wird Grübel seinen Anteilseignern heute auf dem "Investor Day" erklären müssen.

Vermögende Kunden im Visier

Der Schlüssel zum Erfolg soll einmal mehr das Geschäft mit vermögenden Privatkunden sein. In dieser Sparte soll künftig ein Vorsteuerergebnis von 6,5 Milliarden Franken erwirtschaftet werden (im Investmentbanking sollen sechs Milliarden Franken verdient werden). Die UBS war vor der Finanzkrise - und dem darauf folgenden massiven Abfluss von Kundengeldern der weltgrößte Vermögensverwalter. Die Verluste in Milliardenhöhe und nicht zuletzt der lang andauernde Steuerstreit mit den US-Steuerbehörden ließen das vertrauen in die UBS schwinden - und viele Kunden zogen ihr Geld ab.

Schwieriges Unterfangen

Der Ansatz, sich auf das Geschäft mit vermögenden Privatkunden und das Investmentbanking zu konzentrieren, um wieder Gewinne in zweistelliger Milliardenhöhe einzufahren, ist lobenswert. Allerdings haben zuletzt gerade in diesen Geschäftsfeldern Branchengrößen wie die Credit Suisse oder die Deutsche Bank (mehr unter: Deutsche Bank stärkt Vermögensverwaltung) ihre Positionen deutlich verstärkt. Die Chancen, dass die UBS in diesem Geschäftsbereich wieder zu alter Stärke zurückfindet, sind daher eher gering. Die Aktie der UBS ist deshalb aktuell kein Kauf. Anleger sollten stattdessen auf die Anteile der Deutschen Bank oder der Credit Suisse setzen.

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