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UBS: Das ist der Milliarden-Zocker

Andreas Deutsch

Kweku Adoboli heißt der Mann, der seinen Arbeitgeber, die Schweizer Großbank UBS, um zwei Milliarden Dollar geprellt hat. Der Vorfall hat erneut eine Diskussion über das Risikomanagement der Banken ausgelöst. Der UBS droht neben einem Quartalsverlust auch die Abstufung ihres Ratings.

Kweku Adoboli hat die Bankenbranche in eine Sinnkrise gestürzt. Die Frage, die sich alle stellen, lautet: Wie hat es der unscheinbare 31-jährige Händler geschafft, zwei Milliarden Dollar zu verzocken? Adoboli war zuvor nicht aufgefallen. Laut Medienberichten wohnte er in einem Londoner Appartement in der Nähe von seinem Arbeitsplatz, dem Londoner UBS-Haus. Adoboli war Direktor für Delta-1-Derivate, er kaufte und verkaufte börsengehandelte Fonds. Dieser Handel gilt als wenig gefährlich. Deswegen ist die Überraschung umso größer darüber, dass Adoboli es geschafft hat, Milliarden zu verspekulieren.

Rating in Gefahr

Der Schweizer Großbank UBS droht nun ein Nachspiel. Die Ratingagentur Moody's will die Benotung der Bank überprüfen. Im Fokus der Überprüfung stehe dabei die anhaltende Schwäche im Risikomanagement und bei der Kontrolle spekulativer Geschäfte, so Moody's. Derzeit werden die Bonität der UBS mit der Note "Aa3" und die Finanzkraft der Bank mit der Einstufung "C/A3" bewertet.

Schaden für die Branche

Aufgrund des durch Adoboli entstandenen Milliardenverlustes hält die UBS einen Quartalsverlust für möglich. Diesen kann die UBS allerdings verkraften. Viel schwerer wiegen der Imageschaden und der Vertrauensverlust. Die Branche hat es aufgrund der Schuldenkrise ohnehin schon schwer genug bei den Anlegern. Da kommt ein solcher Fall, der das Risikomanagement der Banken infrage stellt, zur Unzeit.

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