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UBS: Händler verzockt Milliarden - Aktie stürzt ab

Andreas Deutsch

Da werden Erinnerungen an den Fall Jérôme Kerviel wach: Ein Händler hat seinem Arbeitgeber, der Schweizer Großbank UBS, einen Schaden von voraussichtlich zwei Milliarden Dollar eingebrockt. Aus diesem Grund ist ein Quartalsverlust der Bank möglich. Die UBS-Aktie verliert über acht Prozent.

Berichten zufolge soll es sich um einen 31-Jährigen handeln, gegen den der Verdacht des "Missbrauchs seiner Vertrauensposition" bestehe. Die Neue Zürcher Zeitung gibt eine Stellungnahme der UBS wieder: Demnach soll ein Händler mit beträchtlicher krimineller Energie für einen Verlust von zwei Milliarden Dollar verantwortlich sein. Die Polizei habe den Mann am Donnerstagmorgen um 4:30 Uhr in London verhaftet. Er bleibe vorerst in Gewahrsam. Die britische Finanzaufsicht sei eingeschaltet worden.

Kein Schaden für die Kunden ...

Wie die UBS meldet, sei wegen des Vorfalls ein Verlust im dritten Quartal nicht auszuschließen. Den UBS-Kunden sei aber kein Schaden entstanden.

Der Fall erinnert an die Machenschaften von Jérôme Kerviel. Der Franzose hatte 2008 seinem Arbeitgeber Société Générale mit riskanten Spekulationen einen Verlust von 4,9 Milliarden Euro zugefügt. Kerviel wurde 2010 zu drei Jahren Haft verurteilt.

... aber für die Aktionäre

Den finanziellen Schaden kann die UBS gewiss verkraften. Viel schwerer wiegen der Imageschaden und der Vertrauensverlust. Die Branche hat es aufgrund der Schuldenkrise ohnehin schon schwer genug bei den Anlegern. Da kommt ein solcher Fall, der das Risikomanagement der Banken infrage stellt, zur Unzeit.

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