TUI: Starke Zahlen
Der Reisekonzern TUI kann mit den Zahlen für das abgelaufene dritte Quartal die Erwartungen der Analysten übertreffen. Unter dem Strich steht zwar noch ein Verlust von drei Millionen Euro. Doch im Vorjahreszeitraum stand hier noch ein Verlust von 41 Millionen Euro zu Buche.
Die verbliebene Beteiligung an der Container-Reederei Hapag-Lloyd schlug mit einem Verlust von drei Millionen Euro zu Buche nach einem Minus von fünf Millionen ein Jahr zuvor. Gestiegene Frachttarife fingen dabei die anhaltend hohen Treibstoffkosten zumindest teilweise auf. Der Umsatz stieg um acht Prozent auf 4,7 Milliarden Euro. Für das Ende September zu Ende gehende Geschäftsjahr rechnet TUI-Chef Michael Frenzel weiterhin mit einem leichten Umsatzplus. Für das Konzernergebnis, in dem auch die Anteile der Minderheitsaktionäre von TUI Travel enthalten sind, hat das Management weiterhin schwarze Zahlen im Auge.

Bereits im Vorfeld der Zahlen hatte die US-Investmentbank Morgan Stanley ein Kursziel von 9,00 Euro für die Aktie des im MDAX notierten Unternehmens ausgegeben. Angesichts der heute vorgelegten Zahlen scheint dieses Kursziel nicht unmöglich. Sollte der Verkauf der verbliebenen Hapag-Lloyd-Anteile über die Bühne gehen und sich TUI damit zum reinen Touristikkonzern transferieren, dürfte dies noch einmal einen Schub geben. Zudem sollte sich auch die Lage in beliebten Reisegebieten Nordafrikas wieder normalisieren. Investierte Anleger lassen ihre Gewinne bei TUI laufen.
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