TUI: Kleiner ist feiner
Neue Besen kehren gut – so lautet ein Sprichwort. Und offensichtlich gilt das auch für den Touristikkonzern TUI. Das Unternehmen hat ab morgen einen neuen Vorstandschef. Und der will die Konzernzentrale deutlich verkleinern. Von den 180 Stellen will er Presseberichten zufolge ein Drittel abbauen.
Am Ende der Hauptversammlung wird Friedrich Joussen das Zepter vom langjährigen Vorstandschef Michael Frenzel übernehmen. Der künftige TUI-Vorstandschef hatte bereits eine Bestandsaufnahme in Aussicht gestellt und will den Mitarbeitern nach diesen Angaben am Donnerstag erste Hinweise auf seinen künftigen Führungsstil geben. Die Hannoversche Allgemeine Zeitung berichtet unter Berufung auf ein ihr vorliegendes Schreiben an die Belegschaft, der ehemalige Vodafone-Deutschland-Chef Joussen wolle TUI „kosteneffizienter und kapitaleffektiver" machen.

Die Aktie des im MDAX notierten Unternehmens notiert pünktlich zur Machtübergabe im Bereich des Zwölf-Monats-Hochs. Und das sagt einige: Seit Bekanntgabe, dass das Joussen künftig die Geschicke bei Europas größtem Reisekonzern leiden wird, hat der Kurs deutlich zugelegt. Der Markt hat den ehemaligen Vodafone-Manager also mit reichlich Vorschusslorbeeren versehen. Er soll TUI wieder zu einem dividendenfähigen Konzern machen. Dazu gehört sicherlich auch der Verkauf des noch verbliebenen Anteils an der Reederei Hapag-Lloyd. Gelingt dies, dürfte das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht sein. Kurse jenseits der 10,00-Euro-Marke sind durchaus realistisch. Die Aktie bleibt ein Kauf.
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