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TUI: Doch keine Fusion?

Markus Bußler

Nach den starken Gewinnen bei der Aktie des Touristikkonzerns TUI folgt heute die Ernüchterung. Das Papier notiert deutlich schwächer. Der Grund: Europas größter Reisekonzern will sich nicht mit seiner britischen Pauschalreise-Tochter TUI-Travel zusammenschließen.

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TUI werde kein Angebot für seine britische Tochter vorlegen, teilten die Hannoveraner am Mittwoch mit. Mitte Januar war an die Öffentlichkeit gedrungen, dass beide Unternehmen über eine Fusion sprechen. Die britische Übernahmebehörde hatte TUI daraufhin aufgefordert, bis zum 13. Februar entweder ein Übernahmeangebot abzugeben oder förmlich zu erklären, dass sie dies nicht beabsichtigt.

Spekulationen nicht neu

Die TUI AG ist bisher mit gut 56 Prozent an ihrer wichtigsten Tochter beteiligt. Aufsichtsratschef Klaus Mangold hatte sich vor Monaten dafür ausgesprochen, die komplexe Struktur von der Zentrale aus umzubauen. Bereits seit längerem wird darüber spekuliert, ob TUI die restlichen knapp 44 Prozent an TUI-Travel kaufen und das Unternehmen dann etwa mit dem deutschen Veranstaltergeschäft und der Fluglinie Tuifly zusammenbringen könnte

Die Aussage sorgt für Ernüchterung. Auf dem Parkett ist man bislang von einem Zusammenschluss der beiden Unternehmen ausgegangen. Möglicherweise möchte TUI aber tatsächlich zunächst seinen Anteil an der Reederei Hapag-Lloyd verkaufen, um die bilanzielle Seite aufzubessern. DER AKTIONÄR glaubt weiter, dass es früher oder später zu einer Fusion kommen wird. Kurzfristig scheint jedoch die Übernahmefantasie entwichen zu sein. Dennoch: Anleger können den Kursrücksetzer zum Aufbau einer Position nutzen.

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