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Trading-Chance: Infineon vor Gegenbewegung

Michael Schröder

Der Mai war bisher kein guter Monat für Infineon-Aktionäre. Die Aktie des Technologiekonzerns hat rund 20 Prozent an Wert verloren. Zudem hat Konzernchef Peter Bauer aus gesundheitlichen Gründen sein Ausscheiden angekündigt. Doch nun deutet sich zumindest aus chattechnischer Sicht eine Trendwende an.

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"Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus. Da bleibe, wer Lust hat, mit Sorgen zu Haus!" Getreu dem alten Volkslied sind auch die Käufer bei Infineon seit Anfang Mai zu Hause geblieben. Die Aktie des Chipherstellers hat vom Hoch bei 7,68 (3. Mai) bis zum gestrigen Montag im Tief bei 6,16 Euro rund 20 Prozent an Wert verloren - trotz guter Quartalszahlen. Der Halbleiterkonzern hat im zweiten Geschäftsquartal mehr verdient als erwartet und schaut positiv nach vorne.

Neuer Vorstand

Die andauernde Staatsschuldenkrise in Europa und das daraus resultierende schwache Marktumfeld werden auf dem Parkett als Grund für den Käuferstreik genannt. Die vor einer Woche gemeldete Veränderung im Vorstand spielt eher eine untergeordnete Rolle. Der Abgang des Konzernchefs Peter Bauer, der 51-jährige wird das Unternehmen zum Geschäftsjahresende (30.9.) aus gesundheitlichen Gründen verlassen, ist zwar ein herber Verlust für den Konzern. Immerhin führte Bauer den Münchner DAX-Konzern vom Pleitekandidaten zurück in die schwarzen Zahlen. Allerdings steht mit Reinhard Ploss ein exzellenter Kenner des Unternehmens und der Branche als Nachfolger bereit. Der gelernte Ingenieur arbeitet seit 25 Jahren im Konzern und sitzt seit 2007 im Vorstand. 

Trading-Position

Die mittelfristigen Aussichten für Infineon bleiben weiter gut. Kurzfristig ist die Aktie zudem überverkauft und dürfte nun eine technische Gegenbewegung bis in den Bereich um 7,00 Euro starten. Risikofreudige Anleger können mit einer Trading-Position auf dieses Szenario spekulieren.

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