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ThyssenKrupp meldet sich zurück

Steffen Eidam

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Getragen von positiven Nachrichten aus der US-Stahbranche setzt die Aktie von ThyssenKrupp ihren Erholungskurs weiter fort. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung ist nach wie vor der Stahlpreis, doch gerade hier zeichnet sich eine Wende ab.

Die deutschen Stahlwerte, allen voran ThyssenKrupp, profitieren am Mittwoch von guten Nachrichten aus Übersee. Dort zogen am Vortag die Notierungen der US-Stahlwerte deutlich an. Grund für den Aufschwung sind die Hoffnungen auf  höhere Preise für Stahl. Die Korrektur der Stahltitel könnte somit auf absehbare Zeit abgeschlossen sein.

Kein Preisdruck zu erwarten

Die deutschen Stahlaktien sind gerade in den letzten Monaten arg unter die Räder gekommen. Hintergrund des Abwärtstrends waren vor allem Sorgen um eine Überproduktion, die im zweiten Halbjahr die Preise unter Druck bringen könnte. Diese Befürchtungen scheinen sich nun nicht zu bestätigen. Einen ersten Hinweis darauf gab bereits in der vergangenen Woche der Aluminiumkonzern Alcoa. Die Amerikaner haben die Erwartungen bei Gewinn und Umsatz (plus 22 Prozent) im zweiten Quartal übertroffen. Am Vortag konnten zudem die US-Stahlwerte kräftig zulegen. Am Markt macht sich Hoffnung breit, dass die Korrektur der Lagerbestände für steigende Stahlpreise sorgen könnte. Rückenwind kommt auch von der Branchenorganisation World Steel Association, nach deren Information die weltweite Stahlproduktion im ersten Halbjahr 2010 um 28 Prozent angezogen ist.

Analysten stufen hoch

Die guten Nachrichten nehmen die Analysten der französischen Investmentbank Cheuvreux zum Anlass, die Aktie von ThyssenKrupp von "Underperform" auf "Outperform" hochzustufen. Das Kursziel wird gleichzeitig von 20,50 auf 26,00 angehoben. Die Experten gründen ihre Meinung auf zu erwartende Kosteneinsparungen sowie der soliden Entwicklung im Industriegeschäft. Beides könne den Margendruck im Stahlgeschäft auffangen. ThyssenKrupp dürfte ein starkes drittes Quartal hinlegen und infolge desssen demnächst die Jahresprognose anheben.

Geringes Rückschlagpotenzial

ThyssenKrupp reagierte zuletzt mit einer satten Preiserhöhung auf die steigenden Rohstoffkosten. Zudem hat sich die Gefahr drohender Überkapazitäten mittlerweile deutlich abgeschwächt. Nach den deutlichen Kursverlusten der letzten Monate ist das Rückschlagpotenzial bei der Thyssen-Aktie merklich gesunken. Neben der kräftig anziehenden KFZ-Branche dürfte auch das hohe Kosteneinsparpotenzial der Aktie zu höheren Notierungen verhelfen.

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