ThyssenKrupp-Aktie: Erwarteter Rücksetzer
Die Zahlen für das dritte Geschäftsquartal wird der Stahl- und Technologiekonzern ThyssenKrupp zwar erst am 10. August vorlegen, dennoch wirft die Bilanz bereits jetzt ihren Schatten voraus. Analysten reduzieren das Kursziel derzeit reihenweise. Die Aktie geriet unter Druck – nicht ganz unerwartet.
Thorsten Zimmermann von HSBC hat das Kursziel für die Aktie des im DAX gelisteten Unternehmens von 24,70 auf 16,40 Euro gesenkt. Sein Anlagevotum: „Neutral". Er hat seine Schätzungen an das untere Ende der Markterwartungen angepasst. Seiner Ansicht nach ist die Aktie nach wie vor teuer bewertet. Etwas anderer Ansicht ist Alessandro Abate von JPMorgan. Er stuft die Aktie nach wie vor mit „Overweight" ein, sein Kursziel liegt bei 18,00 Euro. Niedrigere Gewinnbeiträge aus den Sparten Steel Europe und Marine Systems führten für das laufende Jahr 2011/12 auf bereinigter Basis zu einer Senkung seiner operativen Gewinnschätzung in den fortgeführten Bereichen. Er rechnet für das dritte Quartal mit einem bereinigten EBIT von 65 Millionen Euro.

DER AKTIONÄR hatte Anlegern mit einem langen Atem geraten, eine erste Position aufzubauen. Zudem hat es sich auch bewahrheitet, dass die 15-Euro-Marke nicht im ersten Versuch erobert werden dürfte. Der Rücksetzer war somit fast nach dem Lehrbuch. Jetzt sollte das Papier einen neuen Anlauf nehmen, den Widerstand zu knacken. Gelingt dies nachhaltig, ist der Weg in Richtung 17 Euro frei.
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