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ThyssenKrupp: Zusammenschluss mit Siemens? Nein, danke

Markus Bußler

Siemens hat es bereits dementiert. Und dennoch hat sich das Gerücht beständig im Markt gehalten: ThyssenKrupp und Siemens könnten sich zusammenschließen. Doch kam auch von Seiten ThyssenKrupps ein klares Dementi. „Einen Zusammenschluss wird es nicht geben“, sagte Vorstandschef Heinrich Hiesinger der FAZ.

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Dabei schien das Gerücht so passend zu sein: Immerhin hatte ThyssenKrupp Hiesinger von Siemens abgeworben. Beide Konzerne tüfteln gerade an einer neuen Strategie. Und ThyssenKrupps erklärtes Ziel ist es, sich weiter zum Industriekonzern zu wandeln. Doch nun scheint ein Zusammenschluss in weite Ferne gerückt zu sein. „Anderslautende Spekulationen und Gerüchte entbehren jeglicher Grundlage", stellt Hiesinger klar.

Brasilien - ein Problemfall

Derzeit gebe es andere Prioritäten. So soll das Stahlwerk in Brasilien endlich zum Laufen gebracht werden. Bislang kämpft ThyssenKrupp dort noch mit hohen Anlaufverlusten. Auch hier tritt Hiesinger den Gerüchten entgegen, ThyssenKrupp plane einen Ausstieg. Jedweder Aktionismus zum Rückzug aus Brasilien könnte signifikant Werte vernichten. Zeitdruck sei jedoch der falsche Weg. Entscheidungen könnten erst dann getroffen werden, wenn die Stahlhütte in Brasilien normal arbeite.

Der Aktienkurs bei ThyssenKrupp spiegelt deutlich die Probleme des Konzerns wider. Der niedrige Stahlpreis belastet das Unternehmen. Zudem läuft der Konzernumbau schleppend. Aber vor allem die Anlaufverluste in Brasilien belasten das Geschäft. Zudem muss ThyssenKrupp auch das Geschäft in den Emerging Markets, insbesondere in China weiter stärken. Zudem leidet der Titel derzeit unter den konjunkturellen Unsicherheiten. Alle Ausbruchsversuche der Aktie wurden zuletzt abverkauft. Die Aktie ist derzeit nur eine Halteposition.

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