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ThyssenKrupp: Zu hohe Erwartungen?

Markus Bußler

Die Aussagen von ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger haben vor einigen Wochen für Aufsehen gesorgt: Sieben Milliarden Euro will er für die beiden kriselnden Stahlwerke in Alabama/USA und in Brasilien erhalten. Doch der Preis ist nach Expertenschätzungen wohl zu hoch gegriffen.

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Nach einem Bericht der Wirtschaftswoche dürfte ein solcher Preis nur zu erzielen sein, wenn ThyssenKrupp dem Käufer Zugeständnisse macht. „Thyssen wird ihnen Kooperationen anbieten und Abnahmegarantien für eine bestimmte Menge Stahl", sagt einer von ihnen. Auch ein Ausgleich für künftige Verluste sei möglich, sagt ein anderer. „Man wird es so einfädeln, dass man den echten Kaufpreis möglichst nicht sehen kann", sagt ein Investmentbanker.

So wirklich neu ist diese Meldung nicht. Bereits im Nachgang zu den Aussagen von Hiesinger meldeten sich einige Analysten zu Wort, die den angepeilten Verkaufspreis als zu hoch erachtet haben. Die Schätzungen der Analysten liegen eher im Bereich von vier bis fünf Milliarden Euro, die ThyssenKrupp für die beiden Werke erzielen kann. In diesem Fall wäre noch einmal eine größere Wertberichtigung auf den Buchwert nötig. Ungeachtet dieser Diskussion sieht es DER AKTIONÄR als wichtig für die Aktie an, dass der Verkaufsprozess weiter vorangetrieben wird. Derzeit scheint nur eine Trennung von den beiden Werken ein sinnvoller Schritt zu sein.

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