ThyssenKrupp: Vorstand aus der Schusslinie
Das Schienenkartell hat in den vergangenen Tagen einmal mehr für Unruhe bei dem Stahl- und Technologiekonzern ThyssenKrupp gesorgt. Doch jetzt scheint Vorstand Edwin Eichler aus der Schlusslinie zu rücken. Die Aktie gibt heute gegen den Markttrend nach.
Der im Zusammenhang mit dem Schienenkartell unter Druck geratene ThyssenKrupp-Vorstand Edwin Eichler wird einem Pressebericht zufolge von zwei internen Gutachten entlastet. Darin heiße es, dass der Manager keine Pflichtverletzung begangen habe, berichtete die Zeitung Die Welt unter Berufung auf gut informierte Kreise. Der Aufsichtsrat des DAX-Konzerns hatte die Gutachten in Auftrag gegeben, nachdem der Vorwurf aufgekommen war, Eichler sei Hinweisen auf das Schienenkartell in den Jahren 2004 bis 2006 nicht ausreichend nachgegangen. Die damals eingeleiteten Untersuchungen waren folgenlos geblieben, das Kartell flog erst im vergangenen Jahr auf. Laut Zeitung will das Unternehmen die Ergebnisse der Gutachten in der kommenden Woche präsentieren.

Die Aktie von ThyssenKrupp steht heute gegen den Trend unter Druck. Nachrichten gibt es keine neuen. Zuletzt ist es der Aktie nicht gelungen, die Widerstandszone bei 18,80 bis 19,00 Euro zu überwinden. Der Abgabedruck ist in diesem Bereich wieder deutlich angestiegen. DER AKTIONÄR geht davon aus, dass die Konsolidierung schnell abgeschlossen wird und die Aktie einen neuen Anlauf auf diesen Widerstand unternehmen wird. Nach wie vor sind Kurse von über 20,00 Euro bis zum Jahresende im Bereich des Möglichen.
(mit Material von dpa-AFX)
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