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ThyssenKrupp: UBS sagt „verkaufen“

Markus Bußler

Die Rallye der Aktie des Stahl- und Technologiekonzerns scheint heute ein – vorzeitiges – Ende zu nehmen. Schuld ist die schweizerische Großbank UBS. Die Analysten senken das Kursziel für die im DAX gelistete Aktie auf 13,50 Euro. Das Urteil lautet „sell“.

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Analyst Carsten Riek hält die Erwartungen bezüglich Steel Americas weiter für zu hoch. Auch nach einem Verkauf des US-Geschäfts blieben die Papiere relativ hoch bewertet. Zudem dürfte auch noch ein Zeitungsartikel vom Wochenende das Papier belasten.

Schadenersatzforderung

Bahnchef Rüdiger Grube drängt den Stahlkonzern ThyssenKrupp , auf die Schadenersatzforderungen wegen Preisabsprachen beim Schienenverkauf einzugehen. „Der Informationsfluss war in der Vergangenheit äußerst zäh. Wir haben ThyssenKrupp aufgefordert, innerhalb von 14 Tagen nähere Informationen zu liefern", sagte Grube der Bild am Sonntag. Mindestens seit 1998 haben zahlreiche Unternehmen der Branche - darunter die TyssenKrupp-Tochter GFT Gleistechnik - überhöhte Preise für Schienen abgesprochen. Das Bundeskartellamt hat im Juli Bußgelder im Volumen von 124,5 Millionen Euro gegen das Schienenkartell verhängt; ThyssenKrupp akzeptierte den Bescheid über 103 Millionen Euro.

DER AKTIONÄR bleibt bei seiner positiven Einschätzung zu ThyssenKrupp. Der Streit um die Schadenersatzforderungen zwischen der Deutschen Bahn und ThyssenKrupp ist nicht wirklich neu. Die negative Einschätzung der UBS zu der Aktie ebenfalls nicht. Dass UBS das Kursziel noch einmal gesenkt hat, mag kurzfristig negativ wirken. DER AKTIONÄR glaubt jedoch nicht, dass dieser Druck von langer Dauer sein wird.

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