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ThyssenKrupp, Salzgitter, Klöckner & Co: Commerzbank setzt die Lupe an

Markus Bußler

Die vergangenen Jahre sind für die deutschen Stahlkonzerne alles andere als einfach gewesen. Dies beweist auch ein Blick auf die Kursverläufe der börsennotierten Unternehmen ThyssenKrupp, Salzgitter sowie Klöckner & Co. Die Commerzbank hat sich in einer aktuellen Studie mit diesem Thema beschäftigt.

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Analyst Ingo-Martin Schachel geht davon aus, dass die Unternehmen im laufenden Jahr von einem sich stabilisierenden Konjunkturausblick profitieren werden. Zudem sollten sich die Maßnahmen zur Verbesserung der Ergebnisqualität und der Bilanzen auszahlen. Die Experten rechnen für 2013 mit einem um vier Prozent höheren Stahlverbrauch in China, einer soliden Entwicklung in den USA sowie einer ab dem dritten Quartal 2013 wieder zunehmenden Stahlnachfrage in Europa. Allerdings sei der Stahlsektor historisch gesehen derzeit relativ hoch bewertet.

Reduzieren, halten, kaufen

Das Kursziel für die Aktie des Stahlhändlers Klöckner & Co stuft Schachel von 7,00 auf 9,00 Euro nach oben. Dennoch: Das Papier bleibt eine Halteposition. In der jüngsten Rallye sei bereits eine Ergebnisverbesserung eingepreist. Abgestuft hat er hingegen das Papier des im MDAX notierten Stahlproduzenten Salzgitter. Die Einstufung lautet jetzt „Reduce" nach zuvor „Hold". Das Kursziel hat er aber von 30,00 auf 34,00 Euro angehoben. Deutschlands größter Stahlkonzern ThyssenKrupp bleibt jedoch für die Experten der Commerzbank ein Kauf. Das Kursziel heben sie sogar von 21,00 auf 24,00 Euro an.

Zuletzt hat die ThyssenKrupp-Aktie wieder an Wert verloren: Neben weiteren Unsicherheiten über den Verkauf der beiden Stahlwerke in Übersee setzte auch eine Ratingänderung durch Moody´s dem Kurs zu. Dennoch: Die Aktie bleibt in der Stahlbranche eine heiße Wette auf den Turnaround. Dazu müsste es allerdings gelingen, die kriselnden Stahlwerke in Übersee zu verkaufen. Bei Klöckner & Co bleibt DER AKTIONÄR bei seiner Einschätzung: Anleger sollten ihre Position mit einem relativ engen Stopp knapp unterhalb der 9,00 Euro Marke setzen. Hier droht sich das Chartbild wieder empfindlich einzutrüben. Bei Salzgitter hatte DER AKTIONÄR Anlegern Anfang Dezember geraten, eine Trading-Position mit Ziel 40,00 Euro aufzubauen. Dieses Ziel wurde auch erreicht - anschließend kam es zu einem deutlich Abverkauf. Vor einem Neueinstieg sollte eine Aufhellung des Chartbildes abgewartet werden.

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