ThyssenKrupp: Outokumpu will verkaufen
Der Verkauf ist abgesegnet. Outokumpu kauft die Edelstahlsparte von ThyssenKrupp. Das Werk in Terni steht derweil schon wieder zum Verkauf. „Es haben sich eine Reihe von Interessenten bei uns gemeldet“, sagte Vorstandschef Mika Seitovirta dem Handelsblatt.
Die Europäische Kommission hatte den Verkauf zur Bedingung für ihre Zustimmung für die Übernahme der Thyssen-Krupp-Edelstahltochter Inoxum gemacht. Bis Mai will Seitovirta einen neuen Eigentümer gefunden haben. Zu Details äußerte er sich nicht. Nach Angaben aus Branchenkreisen zählt zu den potenziellen Bietern auch der südkoreanische Stahlkonzern Posco.
Verkauf abgeschlossen
Der Industriekonzern ThyssenKrupp hat den Verkauf seiner Edelstahltochter Inoxum an den finnischen Konkurrenten Outokumpu kurz vorher abgeschlossen. Nach Berechnungen der Deutschen Presse-Agentur beträgt der Wert der Transaktion für ThyssenKrupp 3,2 Milliarden Euro. 1,133 Milliarden Euro tragen direkt zum Schuldenabbau bei, wie der Konzern am Freitag in Essen mitteilte. Vor mehr als einem Jahr war ThyssenKrupp von einem Gesamtwert von 2,7 Milliarden Euro ausgegangen. Outokumpu muss aber gestiegene Forderungen von ThyssenKrupp begleichen. Zuvor hatte ThyssenKrupp einen höheren Verlust bei Inoxum ausgeglichen. Durch den Erwerb von Inoxum steigt Outokumpu zum weltgrößten Edelstahlproduzenten auf.

Neues Jahr, neues Glück: DER AKTIONÄR bleibt bei seiner optimistischen Einschätzung zu der ThyssenKrupp-Aktie. Die Chance auf einen Neuanfang bei dem Unternehmen ist groß: Drei Vorstände mussten gehen, Abschreibungen dürften die größten Risiken in der Bilanz beseitigt haben. Gelingt jetzt der Verkauf der beiden Werke in Brasilien und Alabama/USA, steht auch der Neuausrichtung des operativen Geschäfts nichts mehr im Wege. ThyssenKrupp dürfte eine der spannendsten Storys im DAX im kommenden Jahr bleiben.
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