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ThyssenKrupp: Nur eine Bärenfalle?

Markus Bußler

Erst hat die Aktie des Stahl- und Technologiekonzerns ThyssenKrupp den kurzfristigen Aufwärtstrend gebrochen und hat im Anschluss noch einmal kräftig abgegeben. Doch in den vergangenen beiden Tagen hat das Papier ein Comeback gestartet. Einiges deutet daraufhin, dass der Kursrutsch nur eine Bärenfalle gewesen ist.

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Ausgelöst wurde der Kursrutsch durch Medienberichte, wonach das Management von ThyssenKrupp von den bislang eingegangenen Angeboten für die Sparte Steel Americas alles andere als begeistert ist. Der Vorstand wollte mindestens den Buchwert für die beiden Werke in Brasilien und Alabama/USA erhalten. Analysten rechneten allerdings mit deutlich weniger. So liegen die Schätzungen bei vier bis fünf Milliarden Euro, ThyssenKrupp selbst will wohl mindestens sieben Milliarden Euro erlösen.

Konzernumbau im Fokus

Die beiden Werke gelten als wichtiger Mosaikstein beim Konzernumbau, den Vorstandschef Heinrich Hiesinger seit seiner Amtseinführung unter Hochdruck vorantreibt. Daneben steht auch bald die Entscheidung der EU-Kommission zum geplanten Verkauf der Edelstahlsparte an. Wird diese - unter Auflagen - genehmigt, könnte dies weiteren Rückenwind für die Aktie bedeuten. Anschließend dürfte sich alles auf den Verkauf der beiden kriselnden Stahlwerke in Übersee konzentrieren.

Die Chartsituation bei ThyssenKrupp ist ausgesprochen spannend. Nach dem Bruch des kurzfristigen Aufwärtstrends hatte auch der Aktionär kurzfristig agierenden Anlegern geraten, ihre Gewinne einzustreichen und die Position glatt zu stellen. Jetzt könnte sich das Chartbild jedoch erneut wandeln und ein weiterer Anstieg des Papiers scheint wahrscheinlich. Vor einem Neueinstieg sollte jedoch ein Überschreiten der 18,00-Euro-Marke abgewartet werden.   

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